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Massenproteste nach Vergewaltigung und Ermordung einer Tierärztin in Indien

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Demonstranten in Bangaloren Bild: AFP

In Indien steigt die Wut auf Vergewaltiger. Während Demonstranten in Neu Delhi, Hyderabad und Bangalore gegen die kollektive Vergewaltigung einer Tierärztin auf die Straße gingen, trafen Meldungen über die Vergewaltigung und Erdrosselung einer Sechsjährigen im Bundesstaat Rajasthan ein.

In Indien verstärkt sich die Wut über die nicht abreißende Serie von Vergewaltigungen und Ermordungen von Mädchen und Frauen. Während Demonstranten in Neu Delhi, Hyderabad und Bangalore am Montag gegen die Gruppenvergewaltigung einer 27-jährigen Tierärztin auf die Straße gingen, trafen Meldungen über die Vergewaltigung und Erdrosselung einer Sechsjährigen im Bundesstaat Rajasthan ein. Die frühere Schauspielerin Jaya Bachchan, die inzwischen Parlamentsabgeordnete ist, forderte zum "Lynchen" der Täter auf. Ein anderer Abgeordneter forderte, Sex-Täter zu kastrieren.

Die Tierärztin wurde den ersten Ermittlungen zufolge in einer Vorstadt von Hyderabad von vier Männern vergewaltigt, anschließend mit Benzin übergossen und verbrannt. Am Samstag hielt die Polizei eine aufgebrachte Menge in Hyderabad unter Einsatz von Gewalt davon ab, die Polizeistation zu stürmen, in der die vier Verdächtigen festgehalten wurden.

Die Leiche der Sechsjährigen wurde halbnackt in einem Gebüsch entdeckt. Die Polizei nahm einen 40-Jährigen unter Tatverdacht fest. Das Mädchen war laut den ersten Ermittlungen vergewaltigt und mit dem Gürtel seiner Schuluniform erdrosselt worden.

Die offiziellen Statistiken für das Jahr 2017 geben für Indien eine Gesamtzahl von 33.000 Vergewaltigungen an, darunter mehr als 10.000 Vergewaltigungen von Minderjährigen.

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