Außenhandel

Deutsche Exporte erreichen im Oktober Rekordwert

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Containerschiff in Bremerhaven Bild: AFP

Deutschlands Exporte haben im Oktober trotz weltweiter Konjunkturschwäche einen neuen Rekord gebrochen: Der Wert stieg im Vorjahresvergleich um 1,9 Prozent auf 119,5 Milliarden Euro und damit auf den höchsten Monatswert jemals.

Deutschlands Exporte haben im Oktober trotz weltweiter Konjunkturschwäche einen neuen Rekord gebrochen: Der Wert stieg im Vorjahresvergleich um 1,9 Prozent auf 119,5 Milliarden Euro und damit auf den höchsten Monatswert jemals, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Vor allem die Ausfuhren in Drittländer stiegen demnach an.  

Die bisherige Rekordmarke von 118,2 Milliarden Euro hatten die Exporte im März 2019 erreicht, wie ein Sprecher des Statistikamtes sagte. In den zehn Monaten dieses Jahres legten die Ausfuhren in sieben Monaten zu. Auch im September waren die Ausfuhren im Vorjahresvergleich überraschend stark angestiegen. 

Das Plus um 1,9 Prozent im Oktober nannte Analyst Carsten Brzeski von der ING nun eine "willkommene Überraschung". Die Daten hielten die Hoffnung am Leben, dass die deutsche Wirtschaft im letzten Quartal des Jahres nicht schrumpfen werde. Er hob hervor, dass vor allem die Ausfuhren nach China und in die USA im Vergleich zu 2018 stark zugelegt hätten. 

Brzseki warnte allerdings vor Optimismus und verwies auf die "Dürre" in den Auftragsbüchern der Unternehmen. Auch der Außenhandelsverband BGA erklärte, die guten Oktoberzahlen seien kein Grund zur Entspannung. Angesichts der anhaltenden handelspolitischen Auseinandersetzungen und der abkühlenden Weltkonjunktur sollte Deutschland mit dem bisherigen Zwischenergebnis zufrieden sein - im Durchschnitt legten die Exporte demnach um ein Prozent pro Monat zu. 

Im Oktober führten die deutschen Unternehmen laut Statistik Waren und Dienstleistungen im Wert von 70 Milliarden Euro in die Mitgliedstaaten der EU aus, ein Plus um 0,1 Prozent im Vorjahresvergleich. Die Exporte in die Länder der Eurozone schrumpften demnach sogar leicht um 0,9 Prozent auf 43,8 Milliarden Euro. Die Ausfuhren in Drittländer dagegen wuchsen um 4,6 Prozent auf 49,5 Milliarden Euro.

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