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Studie: Mehr als 150.000 Mittelstandsunternehmer suchen Nachfolger

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Ein Vertrag wird unterschrieben Bild: AFP

Bei den kurzfristigen Unternehmensnachfolgen im Mittelstand sieht die Förderbank KfW eine leichte Entspannung. Rund 152.000 mittelständische Unternehmer suchen innerhalb der kommenden zwei Jahre einen Nachfolger - im Vorjahr waren es noch 227.000.

Bei den kurzfristigen Unternehmensnachfolgen im Mittelstand sieht die Förderbank KfW eine leichte Entspannung. Rund 152.000 mittelständische Unternehmer suchen innerhalb der kommenden zwei Jahre einen Nachfolger - im Vorjahr waren es noch 227.000 Unternehmer, wie die KfW am Montag mitteilte. Entwarnung könne "hinsichtlich des anstehenden umfassenden Generationenwechsels aber nicht gegeben werden".

Demografisch bedingt stünde weiterhin "einer wachsenden Zahl übergabewilliger Inhaber eine schrumpfenden Zahl potenzieller Übernehmer" gegenüber. Nach Angaben der Bank sind gut 1,5 Millionen Unternehmensinhaber mindestens 55 Jahre alt. Gleichzeitig sei beispielsweise das Gründungsinteresse in Deutschland stark gesunken.

"Das prägende Bild der familieninternen Übergabe an den Sohn oder die Tochter gerät ins Wanken", erklärte die KfW. Nur noch 44 Prozent der Altinhaber mit Nachfolgegedanken wollten das Unternehmen in die Hände eines Familienangehörigen legen. 

Jeder zweite Unternehmer wünsche sich stattdessen einen externen Käufer. Doch in dieser Gruppe habe aktuell nur einer von hundert Inhabern auch schon einen entsprechenden Finanzinvestor, Gründer oder ein anderes Unternehmen gefunden. "Wunsch und Realität klaffen beim Thema Übergabe an Externe weit auseinander", erklärte die KfW.

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