Justiz

Bill Cosby verliert Berufungsverfahren wegen sexuellen Missbrauchs

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Verurteilter Schauspieler Bill Cosby (rechts) Bild: AFP

Der frühere Fernsehstar Bill Cosby hat das Berufungsverfahren zu seiner Verurteilung wegen sexuellen Missbrauchs verloren. Ein Berufungsgericht in Pennsylvania bestätigte das Urteil erster Instanz und hielt an der dreieinhalbjährigen Haftstrafe fest.

Der frühere Fernsehstar Bill Cosby hat das Berufungsverfahren zu seiner Verurteilung wegen sexuellen Missbrauchs verloren. Ein Berufungsgericht im Bundesstaat Pennsylvania bestätigte am Dienstag das Urteil erster Instanz und hielt an der dreieinhalbjährigen Haftstrafe gegen den Schauspieler fest.

Cosby war 2018 schuldig gesprochen worden, eine Frau im Jahr 2004 sexuell missbraucht zu haben. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der heute 82-Jährige sein Opfer Andrea Constand in seinem Haus in Philadelphia unter Drogen gesetzt und sich an ihr vergangen hatte. 

Der einstige TV-Star legte Rechtsmittel ein. Seine Anwälte argumentierten, fünf Frauen hätten bei dem Prozess nicht als Zeuginnen zugelassen werden dürfen. Das Berufungsgericht urteilte am Dienstag aber, deren Angaben hätten Cosbys Strategie "für sexuelle Angriffe" offengelegt.

Cosby könnte nun vor den Obersten Gerichtshof von Pennsylvania ziehen. Auf Anfrage machten seine Anwälte zunächst keine Angaben über das geplante weitere Vorgehen.

Cosby wird von etwa 60 Frauen des sexuellen Missbrauchs beschuldigt, allerdings sind die meisten Fälle verjährt. Der Schauspieler wurde in den USA jahrzehntelang als "America's Dad" verehrt. In der Rolle als liebenswürdiger Arzt und gutmütiger Familienvater in seiner "Cosby Show" war er einer der beliebtesten TV-Stars des Landes. 

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