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Sicher im Netz? Auch für Laien zu leisten!

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@ Free-Photos (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Um die 90 % aller Deutschen sind täglich online, davon wiederum mehr als 80 % auch oder nur über Smartphone. Das Internet spielt im Alltag eine wichtige Rolle. Aber wie sieht es mit der Sicherheit aus? Firewall und Virenschutzprogramme sind für den PC fast schon selbstverständlich, bei Tablet und Smartphone dagegen kümmern sich die meisten Menschen weniger darum. Was kann man tun, um sich im Netz immer und grundsätzlich sicher zu bewegen?

Basics: Passwörter, E-Mails, Updates

Für Smartphone und Tablet gilt im Grunde genommen das Gleiche wie für den Desktop-PC: Die Geräte sind nur sicher, wenn sowohl Betriebssystem als auch jedes einzelne Programm und jede einzelne App immer auf dem neuesten Stand sind. Um regelmäßige Updates kommt man also nicht herum, und das gilt insbesondere für den Internet-Browser. 

Wie halten Sie es mit Ihren Passwörtern? Es ist natürlich lästig, für jedes einzelne Nutzerkonto ein eigenes Passwort aus einer kryptischen Zahlen-Buchstaben-Sonderzeichen-Kombination zu haben, das alle paar Wochen zu wechseln und sich dann auch noch zu merken statt es sich auf den Notizzettel neben dem Computer zu schreiben. Diese Arbeit kann inzwischen Software erledigen. Gute Passwortgeneratoren kümmern sich automatisch darum, dass die Passwörter sicher und schwer zu entschlüsseln sind. Die Passwörter regelmäßig zu wechseln und vor allem nicht zu verwechseln, ist dann aber doch noch Sache eines oder einer jeden selbst.

Dass man keine E-Mails und vor allem keine E-Mail Anhänge von unbekannten Absendern öffnen sollte, versteht sich dagegen von selbst. Denn auch wenn die gängigen E-Mail Anbieter allesamt ihre eigenen Schutzvorrichtungen haben, kommen doch immer wieder einige gefährliche Mails hindurch.

Sicher im Netz bewegen ohne Daten zu hinterlassen?

Viele Spuren kann man außerdem verwischen, indem man nicht nur die einzelnen Tabs, sondern den gesamten Browser nach der Verwendung schließt. Außerdem sollte der Cache regelmäßig gelehrt, der Verlauf gelöscht werden. Viele Menschen stellen ein, dass der Verlauf überhaupt nicht erst aufgezeichnet wird, oder sie surfen direkt im privaten Modus. Ebenfalls sinnvoll: Cookies blockieren und regelmäßig löschen. Wer dann noch eine Suchmaschine wie Startpage oder Duck Duck Go verwendet, hinterlässt noch einmal weniger Spuren im Netz. Aber trotzdem sendet das Gerät beim Aufrufen einer Webseite grundsätzlich immer seine IP und seinen groben Standort. Betriebssystem, Browser und die jeweilige Version werden ebenfalls meist gesendet. Das kann man nur über einen VPN vermeiden. 

Bei einem VPN wie beispielsweise "Cyberghost" wird die Internetverbindung über einen Server umgeleitet. Der Computer oder das Smartphone gehen also über den Browser nicht direkt online, sondern verbinden sich erst mit einem anderen Computer irgendwo auf der Welt, der dann seinen Standort, seine IP und weiteren Informationen an die jeweilige Webseite herausgibt. Noch mehr Anonymität geht eigentlich nicht. VPNs können nicht nur vom PC aus, sondern auch von Tablet und Smartphone aus genutzt werden. Allerdings sind nicht alle Anbieter gleichermaßen empfehlenswert, es gibt durchaus Unterschiede in der Arbeitsweise.

Für Laien verständlich und einfach

Viele Maßnahmen, die der Sicherheit im Internet dienen, sind auch für Laien leicht verständlich. Sowohl die Einstellungen der verschiedenen Browser als auch Sicherheitssoftware wie beispielsweise von Norton, Kaspersky und dergleichen lassen sich ohne viel Vorwissen bedienen. Auch ein VPN ist einfach einzurichten - wenn man auf den entsprechenden Anbieter achtet.

Schwieriger wird es bei CyberMobbing oder einem Identitätsklau. Dagegen kann sich niemand privat einfach schützen. Im Ernstfall sollte man sich an die respektiven Anlaufstellen wenden und Hilfe suchen. Man kann sich wehren, denn auch das Internet ist kein rechtsfreier Raum.

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