Motorsport

Audi Sport Abt Schaeffler: Tolle Aufholjagd

img
mid Groß-Gerau - Aufholjagd: Lucas di Grassi (vorne) rast beim Formel-E-Rennen in Santiago in seinem Audi e-tron FE06 vom 22. Startplatz auf Rang sieben. Audi

Am Fuße der mächtigen Anden ist die Formel E spektakulär in das Motorsport-Jahr 2020 gestartet. Vor allem das deutsche Team Audi Sport Abt Schaeffler begeisterte die Zuschauer bei der wilden Hatz auf den Straßen der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile.


Am Fuße der mächtigen Anden ist die Formel E spektakulär in das Motorsport-Jahr 2020 gestartet. Vor allem das deutsche Team Audi Sport Abt Schaeffler begeisterte die Zuschauer bei der wilden Hatz auf den Straßen der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile. Denn der Brasilianer Lucas di Grassi eroberte die Herzen der Fans mit einer famosen Aufholjagd von Startplatz 22 auf Rang sieben.

Noch mehr Grund zur Freude hatte das Team BMW i Andretti Motorsport: In spannenden Rennen sicherte sich Maximilian Günther im BMW iFE.20 durch ein Überholmanöver in der letzten Runde den Sieg. Der 22-Jährige feierte in seinem erst dritten Rennen für das Team den ersten Sieg seiner Formel-E-Karriere und kürte sich damit zum jüngsten Gewinner in dieser Serie. Dank der 25 Punkte übernahm BMW i Andretti Motorsport die Führung in der Teamwertung.

Strahlende Gesichter gab es beim Team Audi Sport Abt Schaeffler auch ohne Sieg. "Es war absolut fantastisch", sagte Lucas di Grassi. "Ich bin völlig erschöpft, aber überglücklich, aus der vorletzten Startreihe noch auf Platz sieben nach vorne gefahren zu sein. Ich bin sehr stolz auf das gesamte Team."

Aber warum stand Lucas di Grassi überhaupt so weit hinten? Der Brasilianer hatte das Pech, dass im Qualifying direkt vor ihm ein Unfall passierte und er deshalb nicht weiter nach vorne fahren konnte. Mit seiner Aufholjagd unterstrich er dann allerdings, dass der Audi e-tron FE06 eines der schnellsten Autos im Starterfeld ist.

Teamkollege Daniel Abt hatte im Qualifying mit Verkehr zu kämpfen. Der Deutsche arbeitete sich von Startplatz 13 auf Rang acht nach vorn. Eine nachträglich gegen ihn verhängte 30-Sekunden-Zeitstrafe infolge einer Kollision warf ihn jedoch auf Platz 14 zurück.

"Es ging mächtig zur Sache", sagte Teamchef Allan McNish. "Nach dem schwierigen Qualifying wussten wir, dass es für uns ein hartes Rennen werden würde. Aber das Team hat sich wieder einmal zurückgekämpft. Dass Lucas bis auf Platz sieben nach vorne fahren konnte, war eindrucksvoll." Es sei ein hartes Rennwochenende gewesen, aber man nehme wichtige Punkte mit. "Jetzt freuen wir uns schon auf das nächste Rennen in Mexiko."

Ralf Loweg / mid

STARTSEITE