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Hinter den Kulissen der Seat-Choreografie

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mid Groß-Gerau - Die Produktion eines Autos erfordert eine präzise Koordination, damit alle Teile genau zum richtigen Zeitpunkt eintreffen. Seat

Als Kunde sieht man in der Regel nur das fertige Produkt, der Weg dahin findet hinter verschlossenen Türen statt. Seat gewährt nun einen Einblick in die Werkshallen von Martorell, wo jeden Tag 2.300 Autos vom Montageband rollen. Heißt: Alle 40 Sekunden entsteht ein Fahrzeug im Seat-Werk.


Als Kunde sieht man in der Regel nur das fertige Produkt, der Weg dahin findet hinter verschlossenen Türen statt. Seat gewährt nun einen Einblick in die Werkshallen von Martorell, wo jeden Tag 2.300 Autos vom Montageband rollen. Heißt: Alle 40 Sekunden entsteht ein Fahrzeug im Seat-Werk.

Choreografie nennt der spanische Autobauer die Abläufe, nachdem die kundenspezifischen Bestellungen eingehen, die sich im Hinblick auf Modell, Motorisierung, Farbe und Ausstattung unterscheiden. Tausende sind es. Pro Tag.

Anschließend wird ein Vierwochen-Plan erstellt und die Teile werden bestellt. "Diese Planung wird mit Näherrücken des Liefertermins bis ins kleinste Detail konkretisiert, sodass sichergestellt ist, dass alle erforderlichen Teile rechtzeitig verfügbar sind und die Produktion gleichmäßig ausgelastet ist", erläutert Juan Vivas, Leiter der Abteilung Inbound.

Wenn die Karosserie das Presswerk verlässt, wird sie in der Werkstatt zusammengesetzt. Dort wird auch ein Chip eingebaut. Er enthält die DNA des Fahrzeugs, einschließlich Informationen über das Modell, die Ausstattungslinie und alle Teile, die darin verbaut werden. Von nun an sind alle Teile so getaktet, dass sie "just in time" eintreffen.

Die nächsten Schritte erfolgen in den Lackier- und Montagewerkstätten, wo die Fahrzeuge auf verschiedenen Linien mehr als zwei Kilometer zurücklegen. Die Teile treffen in dem Bereich ein, in dem sie zum benötigten Zeitpunkt an den Autos angebracht oder in die Autos eingesetzt werden müssen. So können die Fahrzeuge verzögerungsfrei nacheinander montiert werden.

Um die Montage aller Teile zu vereinfachen, werden die Türen von der Karosserie abgenommen und auf ein separates Hochband gelegt, auf dem sie 1,4 Kilometer zurücklegen. Schritt für Schritt nehmen die Autos Gestalt an: Zwei Kilometer Kabel werden in die Karosserie eingezogen, Armaturenbrett, Lenkrad, Schalthebel und Motor werden verbaut - für jedes Auto werden rund 6.000 Teile benötigt, also insgesamt 16 Millionen Teile pro Tag für alle gefertigten Autos.

6.600 Mitarbeiter sorgen dafür, dass die Autos gleichmäßig und problemlos in perfekter Synchronisation auf dem Montageband transportiert werden. "Die Arbeiter sind nicht konstant an derselben Arbeitsstation tätig. Sie wechseln alle zwei Stunden, damit sie nicht immer die gleichen Bewegungen wiederholen müssen und die Arbeit nicht monoton ist. Außerdem wird ihre Tätigkeit dadurch erleichtert, dass für jede Arbeitsstation im Biomechaniklabor von Seat geprüft wird, wie sie ergonomischer gestaltet werden kann", so Luis Rodenas, der für die Montagelinie in einer der Werkshallen verantwortlich ist.

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