Hessen

Drei Todesfälle "direkt oder indirekt" mit Wilke-Wurst in Verbindung

img
Logo des Wurstbetriebs Wilke Bild: AFP

Die Bundesregierung bringt weiterhin nur drei Todesfälle konkret mit den in Wilke-Wurst gefundenen Listerien in Verbindung. Insgesamt seien dem Robert Koch-Institut aber 18 von 37 Listeriose-Patienten 'als verstorben übermittelt worden'.

Nach dem Skandal um keimbelastete Wurst des insolventen Herstellers Wilke bringt die Bundesregierung drei Todesfälle konkret mit den in den Produkten gefundenen Listerien in Verbindung. Insgesamt seien "im Rahmen der nach Infektionsschutzgesetz vorgegebenen Meldepflichten" dem Robert Koch-Institut (RKI) aber 18 von 37 Listeriose-Patienten "von den Gesundheitsämtern als verstorben übermittelt worden", hieß es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion, die der Bundestag am Montag veröffentlichte.

Demnach sind in 14 Fällen die Patienten nach Informationen der Gesundheitsämter "nicht an den direkten oder indirekten Folgen der Listeriose verstorben". Bei einem weiteren Patienten war die Todesursache nicht ermittelbar.

Nur drei Patienten seien "direkt oder indirekt" an der Infektion mit Listerien des Typs Sigma 1 gestorben, hieß es in der Antwort der Bundesregierung auf die FDP-Anfrage. Diesen Bakterienstamm bringt das RKI mit dem nordhessischen Wursthersteller in Verbindung.

In Wurstwaren von Wilke waren im März 2019 die schädlichen Bakterien festgestellt worden. Am 1. Oktober legte der Landkreis Waldeck-Frankenberg den Betrieb in Twistetal-Berndorf still. Eilanträge der Firma dagegen hatten vor Gerichten keinen Erfolg. Wie der Insolvenzverwalter in der vergangenen Woche mitteilte, wurde den 62 Beschäftigten inzwischen gekündigt und der Betrieb wird abgewickelt.

STARTSEITE