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Lufthansa setzt bis 9. Februar alle Flüge von und nach China aus

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Lufthansa-Flugzeuge in Frankfurt am Main Bild: AFP

Die Lufthansa setzt angesichts der Ausbreitung des Coronavirus ihre Flüge von und nach China aus. Die Entscheidung gilt bis zum 9. Februar und betrifft auch alle Flüge der Swiss und Austrian Airlines, wie der Konzern am Mittwoch erklärte.

Die Lufthansa setzt angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus ihre Flüge von und nach Festland-China aus. Die Entscheidung gilt bis zum 9. Februar und betrifft auch alle Flüge der Lufthansa-Gesellschaften Swiss und Austrian Airlines, wie der Konzern am Mittwoch erklärte. Sie sei "nach eingehender Bewertung aller aktuell vorliegenden Informationen zum Coronavirus" getroffen worden und gelte grundsätzlich "mit sofortiger Wirkung".

Chinesische Ziele sollen demnach aber "noch ein letztes Mal" angeflogen werden, um Fluggäste und Crewmitglieder nach Hause zu holen. "Aus operativen Gründen" können laut Lufthansa bis Ende Februar keine Flüge auf das chinesische Festland mehr gebucht werden. Hongkong werde dagegen "weiter wie geplant angeflogen".

Die Flugbegleitergewerkschaft UFO begrüßte die Entscheidung der Lufthansa. Zwar wirke die Absage aller Flüge zunächst übervorsichtig, sagte Gewerkschaftssprecher Nicoley Baublies der "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe), denn "das Coronavirus lässt sich in einem Flugzeug nur relativ schwer übertragen, da es einen ständigen Luftaustausch in der Kabine gibt."

Der Schritt trage aber "dem subjektiven Sicherheitsgefühl von Fluggästen und der Crew Rechnung", erklärte Baublies. "Und zur Verhinderung einer etwaigen Epidemie sind auch einmal übervorsichtige Maßnahmen richtig."

Die Airlines der Lufthansa Group boten nach Konzernangaben zuletzt wöchentlich 54 Verbindungen von Deutschland, der Schweiz und Österreich auf das chinesische Festland an. Ziele waren die Städte Peking, Shanghai, Nanjing, Shenyang und Qingdao. Nach Hongkong gehen 19 Verbindungen pro Woche.

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