Gesundheit

Vietnam stellt Dörfer mit 10.000 Bewohnern wegen Coronavirus unter Quarantäne

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Vietnamesische Polizisten mit Mundschutz Bild: AFP

Aus Angst vor einer Ausbreitung des Coronavirus sind in Vietnam mehrere Dörfer mit rund 10.000 Einwohnern unter Quarantäne gestellt worden. Die Behörden ließen am Donnerstag die Kommune Son Loi abriegeln. Die Maßnahme gilt zunächst für 20 Tage.

Aus Angst vor einer Ausbreitung des Coronavirus Covid-19 sind in Vietnam mehrere Dörfer mit insgesamt rund 10.000 Einwohnern unter Quarantäne gestellt worden. Die Behörden ließen am Donnerstag die rund 40 Kilometer von der Hauptstadt Hanoi entfernte Kommune Son Loi abriegeln, zu der mehrere Dörfer gehören. Die Maßnahme gilt demnach zunächst für 20 Tage. In der ländlichen Gegend wurden bislang sechs Fälle von Covid-19-Infektionen registriert. 

Die Behörden richteten rund um die Kommune Kontrollpunkte ein, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Dort sprühten Behördenvertreter in Schutzanzügen durchfahrende Fahrzeuge mit Desinfektionsmittel ein. Die Bewohner waren bereits zuvor aufgefordert worden, Menschenansammlungen zu meiden.

Die Quarantänezone in Vietnam ist die erste größere außerhalb Chinas. In der Volksrepublik starben bislang 1350 Menschen an dem Erreger; die Behörden bestätigten knapp 60.000 Infektionen mit dem Coronavirus. In der am schwersten betroffenen Provinz Hubei stehen rund 56 Millionen Menschen unter Quarantäne. In anderen Regionen des Landes gelten massive Beschränkungen für das öffentliche Leben.

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