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Bandenmitglieder töten in Honduras vier Polizisten und befreien Anführer

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Polizisten tragen die Leiche eines Kollegen weg Bild: AFP

Rund 20 Mitglieder der auch als Mara Salvatrucha bekannten Bande erschossen vor einem Gericht in El Progreso im Norden des Landes vier Polizisten und verletzten vier weitere, wie das Sicherheitsministerium mitteilte.

Ein inhaftierter Anführer der berüchtigten Straßengang MS-13 in Honduras ist von Bandenmitgliedern gewaltsam befreit worden. Rund 20 Mitglieder der auch als Mara Salvatrucha bekannten Bande erschossen vor einem Gericht in El Progreso im Norden des Landes vier Polizisten und verletzten vier weitere, wie das Sicherheitsministerium am Donnerstag mitteilte. Während des Angriffs gelang Alexander Mendoza alias "El Porkys" die Flucht. 

Mendoza war 2015 zu 20 Jahren Haft wegen des Mordes an zwei Staatsanwälten verurteilt worden. Das Sicherheitsministerium schrieb nun eine Million Lempira (37.000 Euro) Belohnung für Hinweise aus, die zur Ergreifung des "gefährlichen Kriminellen" führen. 

Mara Salvatrucha und andere Banden wie Barrio 18 sowie der rege Drogenhandel haben Honduras zu einem der gefährlichsten Länder der Welt gemacht. Das zentralamerikanische Land hat eine der höchsten Mordraten weltweit. Dies ist mit ein Grund, warum viele Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben in Richtung USA fliehen.

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