Frankreich

Merkel und Macron wollen Putin und Erdogan wegen Syrien-Krise treffen

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Merkel und Macron bei EU-Gipfel in Brüssel Bild: AFP

Angesichts der erneuten Zuspitzung der Syrien-Krise wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der französische Präsident Emmanuel Macron die Staatschefs Russlands und der Türkei, Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan, treffen.

Angesichts der erneuten Zuspitzung der Syrien-Krise wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der französische Präsident Emmanuel Macron die Staatschefs Russlands und der Türkei, Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan, treffen. Merkel und Macron hätten am Donnerstag mit Putin telefoniert, teilte am Abend Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin mit. Bei dem Gespräch hätten sich Merkel und Macron bereit erklärt, sich mit Putin und Erdogan zu treffen.

Merkel und Macron forderten den Angaben zufolge eine "politische Lösung" für Syrien. Zudem brachten sie zum Ausdruck, wie sehr "die katastrophale humanitäre Lage der Menschen in der syrischen Provinz Idlib sie besorgt". Beide Politiker hätten ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen und einen ungehinderten humanitären Zugang zu den Bedürftigen gefordert, erklärte Seibert. Das Telefonat mit Putin führten Merkel und Macron vom Rande des EU-Gipfels in Brüssel aus.

Die syrische Armee geht seit Dezember mit Unterstützung Moskaus militärisch gegen die überwiegend islamistischen und dschihadistischen Milizen in der Provinz Idlib vor. Der syrische Machthaber Baschar al-Assad will die Region wieder unter seine Kontrolle bringen. Die Türkei steht auf Seiten der Gegner Assads, die ihre letzte Hochburg in dem Bürgerkriegsland verteidigen wollen. 

Seit Beginn der Offensive der Regierungstruppen sind nach Angaben der UNO rund 900.000 Menschen aus dem umkämpften Gebieten geflohen. Dies ist die größte Flüchtlingsbewegung seit Kriegsbeginn in Syrien 2011. Viele Flüchtlinge leben unter katastrophalen Bedingungen, rund 170.000 Menschen sind ohne jeden Schutz bitterer Kälte ausgesetzt.

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