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Offizielles Ergebnis: Präsident Gnassingbé gewinnt Wahl in Togo

  • AFP
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  • 24. Februar 2020, 02:54 Uhr
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Togos Präsident Faure Gnassingbé Bild: AFP

Die Präsidentenwahl im westafrikanischen Togo hat laut offiziellen Auszählungsergebnissen der langjährige Amtsinhaber Faure Gnassingbé klar für sich entschieden. Demnach holte Gnassingbé 72 Prozent der Stimmen. Sein Herausforderer Agbeyome Kodjo hatte zuvor den Sieg für sich reklamiert.

Die Präsidentenwahl im westafrikanischen Togo hat laut offiziellen Auszählungsergebnissen der langjährige Amtsinhaber Faure Gnassingbé klar für sich entschieden. Laut den in Nacht zum Montag von der Nationalen Wahlkommission veröffentlichten Zahlen wurde Gnassingbé mit 72 Prozent der Stimmen für eine vierte Amtszeit gewählt. Sein stärkster Herausforderer, der frühere Ministerpräsident Agbéyome Kodjo, kam demnach nur auf nur 18 Prozent. Die übrigen fünf Kandidaten gewannen nur geringe Stimmenanteile.

Da Gnassingbé laut dem offiziellem Ergebnis schon in der ersten Wahlrunde die absolute Mehrheit holte, ist keine Stichwahl erforderlich. Schon vor der Veröffentlichung der offiziellen Ergebnisse hatte das Gnassingbé-Lager am Sonntag einen deutlichen Sieg reklamiert. Allerdings hatte auch Kodjo seinerseits schon am Samstag verkündet, einen "wahren Erdrutschsieg" errungen zu haben. Der Oppositionskandidat prangerte zugleich Wahlbetrug an.

Gnassingbé ist bereits seit anderthalb Jahrzehnten Staatschef. Er hatte das Amt im Jahr 2005 von seinem Vater Gnassingbé Eyadéma übernommen. Kodjo wiederum war unter Eyadéma Regierungschef.

Nach dem Urnengang am Samstag war Kodjos Haus zeitweise von Militärs umstellt worden. Truppen marschierten auch vor dem Anwesen des früheren Erzbischofs der Hauptstadt Lomé, Philippe Kpodzro, auf. Der einflussreiche Geistliche hatte Kodjo im Wahlkampf unterstützt. Die vorübergehende Militärpräsenz an den beiden Häusern sei zur "eigenen Sicherheit" Kodjos und Kpodzros angeordnet worden, erklärte die Regierung. 

2017 und 2018 hatte es große Proteste gegen Gnassingbé gegeben, dessen Familie das verarmte Land seit mehr als einem halben Jahrhundert regiert. Im vergangenen Jahr setzte Gnassingbé dann eine Verfassungsänderung durch, die es ihm prinzipiell ermöglicht, bis 2030 an der Macht zu bleiben.

Der 53-Jährige hatte im Wahlkampf versprochen, der grassierenden Armut mit einem umfassenden Reformprogramm zu begegnen. Nach Angaben der Weltbank lebt in Togo mehr als die Hälfte der Bevölkerung von weniger als umgerechnet 1,76 Euro am Tag. Bei der Wahl profitierte Gnassingbé möglicherweise von seinem sicherheitspolitischen Kurs. Bislang ist es Togo gelungen, ein Überschwappen der dschihadistischen Gewalt aus dem benachbarten Burkina Faso zu verhindern.

dja 


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