Gesundheit

Ärztekammer fürchtet unnötige Arztbesuche

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Ärztekammerdts

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Berlin - Die Vizepräsidentin der Bundesärztekammer, Heidrun Gitter, hat die Bürger dazu aufgerufen, nicht unnötig zum Arzt zu gehen, um Kapazitäten freizuhalten für mögliche Corona-Patienten. "Es ist wirklich wichtig, dass die Leute jetzt besonnen bleiben", sagte Gitter den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben).

"Wer Bagatellerkrankungen mit nur leichten Beschwerden hat, sollte nicht die Notaufnahmen und Praxen verstopfen, sondern zuhause bleiben, im Zweifel telefonischen Kontakt zum Arzt suchen." Das sei wichtig, so die Medizinerin, damit die Kapazitäten für die ernsten Fälle zur Verfügung stünden. Gitter rief zudem Patienten, die möglicherweise wegen Corona-Fällen nicht-dringliche Behandlungen verschieben müssen, dazu auf, Verständnis zu zeigen. "Wir haben ein sehr hochkarätiges Gesundheitssystem, die Krankenhäuser sind gut vorbereitet. Aber wenn es sehr viele Fälle an einem Ort geben sollte, kann es natürlich sein, dass dann weniger dringliche Eingriffe zum Beispiel warten müssen", so Gitter weiter. Es werde so lange priorisiert, bis die Welle vorbei sei. "Wir appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger, in einem solchen Fall Verständnis für Wartezeiten aufzubringen, und nicht unfreundlich zu werden gegenüber dem medizinischen Personal. Mit Vernunft und Gemeinschaftssinn ist das zu bewältigen."


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