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Grüne verzeichnen Mitgliederrekord - Anstieg auf gut 96.000 im vergangenen Jahr

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  • 28. Februar 2020, 15:38 Uhr
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Grünen-Chefin Annalena Baerbock Bild: AFP

Die Grünen erleben einen Mitgliederboom wie keine andere Partei. 'Im vergangenen Jahr ist unsere Mitgliederzahl um 21.176 auf 96.487 gestiegen, ein Zuwachs um gut 28 Prozent, sagte Bundesgeschäftsführer Michael Kellner den Funke-Zeitungen.

Die Grünen erleben einen Mitgliederboom wie keine andere Partei. Im vergangenen Jahr stieg die Mitgliederzahl um 21.176 auf 96.487, wie die Partei am Freitag auf Anfrage mitteilte. Der Zuwachs betrug damit mehr als 28 Prozent. "Das ist sensationell", sagte Bundesgeschäftsführer Michael Kellner den Funke-Zeitungen. Als Gründe für die vielen Eintritte nannte er die Themen Europa, Klimaschutz und Demokratie. 

"Die Angst vor dem Auseinanderbrechen der Demokratie hat sicher viele bewegt, ein Zeichen zu setzen und sich politisch zu engagieren", sagte Kellner. Im vergangenen Jahr traten demnach bundesweit 23.820 Menschen bei den Grünen ein, die Landesverbände registrierten 2635 Austritte. Die Ökopartei sei weiblicher, ostdeutscher und jünger geworden, sagte Kellner. Rund 40 Prozent der Neumitglieder seien zwischen 16 und 35 Jahre alt. 

Der Altersdurchschnitt aller Grünen-Mitglieder sank der Mitgliederstatistik zufolge von 49 auf 48,1 Jahre. "Unseren Frauenanteil haben wir von 40,5 auf 41,0 Prozent leicht erhöht - der beste Wert aller Parteien", betonte der Bundesgeschäftsführer. Vom angestrebten Frauenanteil von 50 Prozent sei die Partei aber noch ein gutes Stück entfernt. In den Landesverbänden lägen die Frauenanteile zwischen 36,3 Prozent in Sachsen und 44,2 in Schleswig-Holstein.

"Was mich als gebürtigen Thüringer besonders freut, ist, dass wir in Ostdeutschland prozentual gesehen stärker wachsen als im Westen", so Kellner. "In Brandenburg ist die Mitgliederzahl um fast 43 Prozent gestiegen."

Die 100.000-Mitgliedermarke könnten die Grünen laut Kellner vor Ostern knacken. Die vielen Neumitglieder seien für die Partei ein "Energieschub" sowie dank der Mitgliedsbeiträge finanziell ein Gewinn. 

Zu den Volksparteien CDU und SPD, die 2019 erneut tausende Mitglieder verloren, sieht der Grünen-Geschäftsführer noch einen gehörigen Abstand: "CDU und SPD haben mit über 400.000 immer noch vier Mal so viele Mitglieder wie wir." Deren Wahletats seien nach wie vor mehr als doppelt so groß wie die der Grünen. "Das müssen wir mit Schnelligkeit, Gewitztheit und den richtigen Themen wettmachen", sagte Kellner.

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