Autoindustrie

ADAC begrüßt Einigung bei Diesel-Klage

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München - Der ADAC hat die Einigung zwischen Volkswagen und dem Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) für VW-Dieselkunden begrüßt. "Die Einigung im Konflikt um Entschädigungszahlungen für Dieselbesitzer ist für einen großen Teil der betroffenen Verbraucher ein gutes Ergebnis. Die Entschädigungssummen in Höhe von ca. 15 Prozent des ursprünglichen Kaufpreises sind auch nach Prüfung unabhängiger Wirtschaftsprüfer akzeptabel", sagte ADAC-Präsident August Markl den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagsausgaben).

Vielen Verbrauchern würde nun ein langer "Gang durch die gerichtlichen Instanzen erspart". Für den Präsidenten des mit über 21 Millionen Mitgliedern größten deutschen Automobilclubs steht fest: "Das Instrument der Musterfeststellungklage hat sich damit im Sinne der Verbraucher grundsätzlich bewährt." Der ADAC-Präsident findet es dagegen "bedauerlich", dass es kein Vergleichsangebot für Dieselbesitzer gibt, die ihr Auto nach dem 31. Dezember 2015 erworben oder beim Kauf des Fahrzeugs ihren Wohnsitz nicht in Deutschland hatten.

"Wichtig ist es, dass nun durch Transparenz und Unabhängigkeit in der Abwicklung Vertrauen zurückgewonnen wird", sagte Markl den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Er begrüßte, dass unabhängige Wirtschafsprüfer die Zahlungen überprüfen und Kunden eine freie Erstberatung durch einen Anwalt auf Kosten von VW erhalten können. Dies könne Betroffenen helfen, "die persönlich jeweils beste Entscheidung zu treffen", so der ADAC-Präsident weiter. Unter der Vermittlung des Oberlandesgerichts Braunschweig hatten sich Volkswagen und der VZBV am Freitag darauf geeinigt, dass vom Abgasskandal betroffene VW-Dieselkunden zwischen 1.350 und 6.257 Euro erhalten können.


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