Agrar

Riexinger: Erntehelfer müssen Mindestlohn bekommen

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Spargelernte Bild: AFP

Der Linke-Vorsitzende Bernd Riexinger sorgt sich um die Einhaltung des Mindestlohnvorschriften bei Erntehelfern in der Corona-Krise. Der Mindestlohn 'darf nicht unterlaufen werden', erklärte Riexinger am Donnerstag.

Der Linke-Vorsitzende Bernd Riexinger sorgt sich um die Einhaltung der  Mindestlohnvorschriften bei Erntehelfern in der Corona-Krise. Der Mindestlohn "darf nicht unterlaufen werden", verlangte Riexinger am Donnerstag. Er bezog sich auf eine Formulierung auf dem neu eingerichteten Rekrutierungsportal für Saisonkräfte, wonach es "keinen pauschalen Stundenlohn" für die Arbeit gebe. Dies sei "grob fahrlässig", erklärte Riexinger.

Das Vermittlungsportal für Erntehelfer in der Corona-Krise war am Dienstag auf der Internetseite www.daslandhilft.de gestartet. Es soll dabei helfen, die Saisonarbeitskräfte aus dem Ausland zu ersetzen, die wegen der Pandemie nicht nach Deutschland kommen können. Das Bundeslandwirtschaftsministerium unterstützt das Portal.

Unter dem Punkt "Was verdiene ich?" heißt es dort: "Es gibt keinen pauschalen Stundenlohn. Der Verdienst richtet sich je nach Angebot und ist mit demjenigen, der die Anfrage einstellt, individuell zu vereinbaren."

Riexinger betonte, der Mindestlohn müsse gezahlt werden, "unabhängig von individuellen Absprachen oder Angebot und Nachfrage". Individuelle Absprachen "können gern nach oben variieren", als Untergrenze sei der Mindestlohn aber gesetzt. "Diesen zu unterlaufen, ist ein klarer Gesetzesverstoß." Die unklare Formulierung "öffnet Raum für Missbrauch", warnte Riexinger.

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