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Videokonferenz der Opec und ihrer Partner am Montag

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Temperaturmessen beim Treffen der Opec+ Anfang März Bild: AFP

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) und ihre Partner werden sich angesichts des Ölpreisverfalls am Montag in einer Videokonferenz beraten. Das verlautete am Freitag in Wien, dem Sitz der Opec.

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) und ihre Partner werden sich angesichts des Ölpreisverfalls am Montag in einer Videokonferenz beraten. Das verlautete am Freitag in Wien, dem Sitz der Opec. Die saudi-arabische Nachrichtenagentur SPA berichtete, das Opec-Mitglied Saudi-Arabien habe "auf Druck der USA" um eine "dringende" Absprache gebeten. Ziel sei die Stabilisierung des Ölmarktes. 

Welche anderen Staaten an der Konferenz teilnehmen werden, blieb zunächst unklar. Andere Öl-Produzenten seien zu den Gesprächen eingeladen, verlautete aus Opec-Kreisen. Die russische Nachrichtenagentur Tass berichtete, auch Vertreter der USA seien zur Teilnahme eingeladen worden.

Das Energieministerium des Opec-Partnerlandes Aserbaidschan erklärte am Freitag, bei den Gesprächen auf Einladung Saudi-Arabiens werde es um eine "neue Erklärung über die Zusammenarbeit" gehen. Eine russische Quelle sagte der Nachrichtenagentur Ria Nowosti, in der Diskussion sei die Reduktion der täglichen Fördermenge um zehn Millionen Barrel.

Das Bekanntwerden der geplanten Video-Schalte ließ den Ölpreis deutlich deutlich steigen. Die Nordsee-Sorte Brent gewann um zehn Prozent an Wert und setzte damit den Erholungskurs vom Donnerstag fort.

Der Ölpreis bewegte sich zuletzt auf dem niedrigsten Stand seit 18 Jahren. Grund ist die geringe Nachfrage nach Öl weltweit wegen der Coronavirus-Pandemie und ein Preiskrieg zwischen Saudi-Arabien, dem größten Produzenten in der Opec, und Russland, dem größten Produzenten überhaupt. 

Russland hatte Anfang März bei Verhandlungen mit der Opec eine Drosselung der Ölförderung zur Stabilisierung der Preise abgelehnt. Saudi-Arabien senkte daraufhin den Ölpreis massiv und kündigte zudem an, die Produktion zu erhöhen. Am Donnerstag erklärte US-Präsident Donald Trump, er habe die Länder aufgerufen, ihre Produktion zurückzufahren. 

Der niedrige Ölpreis macht den US-Unternehmen stark zu schaffen, weil die Gewinnung von Öl per Fracking vergleichsweise teuer ist. Trump wird am Freitag Vertreter der US-Erdölindustrie treffen.

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