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Streikaufrufe bei Amazon und Supermärkten in Frankreich

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Eine Mitarbeiterin in einem Pariser Supermarkt Bild: AFP

In der Corona-Krise wollen Frankreichs Gewerkschaften einen besseren Schutz für Mitarbeiter bei dem Versandhändler Amazon und in Supermärkten erzwingen. Mehrere Gewerkschaften riefen deshalb ab Mittwoch zu Streiks auf. Die Verhandlungen mit der Amazon-Geschäftsleitung seien 'an einem toten Punkt angelangt', erklärte der Gewerkschaftsbund CFDT.

In der Corona-Krise wollen Frankreichs Gewerkschaften einen besseren Schutz für Mitarbeiter beim Versandhändler Amazon und in Supermärkten erzwingen. Mehrere Gewerkschaften riefen deshalb ab Mittwoch zu Streiks auf. Die Verhandlungen mit der Amazon-Geschäftsleitung seien "an einem toten Punkt angelangt", erklärte der Gewerkschaftsbund CFDT.

Die Gewerkschaft CGT rief zudem zu Ausständen im Einzelhandel und im Dienstleistungsgewerbe auf. Die Mitarbeiter arbeiteten seit der Ausweitung der Ladenöffnungszeiten sieben Tage in der Woche und setzten dabei ihr Leben aufs Spiel, betonte die CGT. Nach Angaben der Gewerkschaft starben fünf Mitarbeiter im französischen Einzelhandel an der Lungenkrankheit Covid-19, mehrere hundert sollen sich mit dem Coronavirus infiziert haben.

Die Gewerkschaften fordern Atemmasken und andere Schutzbekleidung für alle Beschäftigten, die im ständigen Kundenkontakt stehen. In den USA hatte Amazon nach einem Streik der Mitarbeiter Masken, Desinfektionsmittel und Temperaturmessungen in Aussicht gestellt.

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