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Tanken wie 2009

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Infografik Kraftstoffpreise April 2020. Foto: Auto-Medienportal.Net/ADAC

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Der Kraftstoffmarkt steht weiter ganz im Zeichen der Corona-Krise. Tanken ist im bundesweiten Durchschnitt bereits die neunte Woche in Folge billiger geworden. Laut aktueller Auswertung des Automobilclubs ADAC müssen Autofahrer für einen Liter Super E10 im Bundesmittel 1,160 Euro bezahlen, das sind 2,1 Cent weniger als in der Vorwoche. Benzin ist damit so günstig wie zuletzt 2009.

Diesel verbilligte sich um 1,8 Cent auf durchschnittlich 1,078 Euro je Liter und nähert sich damit der Ein-Euro-Marke. Noch immer wirke eine hohe Heizölnachfrage auf den Dieselpreis, weshalb die Preisdifferenz zu Super E10 derzeit nur noch gut acht Cent betrage. Dagegen liege die steuerliche Differenz zwischen beiden Sorten bei rund 22 Cent.

Die rückläufigen Spritpreise stehen nach Ansicht des Automobilclubs im Zusammenhang mit den massiv einbrechenden Rohölnotierungen. Ein Barrel der Sorte Brent kostet aktuell rund 20 Dollar, also zehn Dollar weniger als vor einer Woche. Hauptursache für den Einbruch sei die im Zuge der Corona-Krise stark gesunkene Rohöl-Nachfrage bei einem gleichzeitigen Überangebot auf dem Markt. Seit Jahresbeginn ist Rohöl um mehr als 65 Prozent billiger geworden.

Die Kraftstoffpreise seien aber nicht nur von den Rohölnotierungen abhängig, einen wesentlichen Anteil habe auch die Besteuerung. Einem weiteren, massiven Preisrückgang seien dadurch Grenzen gesetzt. Dennoch müssten rückläufige Rohölnotierungen über sinkende Tankstellen-Preise an die Kunden weitergegeben werden, fordert der ADAC. (ampnet/deg)

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