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Umfrage: Frauen sparen zielbewusst, Männer risikofreudig

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@ Tumisu (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie betreffen derzeit neben Global Playern wie Adidas und TUI vor allem kleine Unternehmen und deren Beschäftigte. Doch auch Privatpersonen fürchten aufgrund einer drohenden Rezession um ihr Erspartes. Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Insa zufolge befürchten 42 Prozent der befragten Bundesbürger, dass ihr gespartes Geld an Wert verliert – 12 Prozent mehr als im Januar.

Dabei ist nur schwer vorhersehbar, wie sich eine wirtschaftliche Rezession auf den einzelnen Verbraucher auswirkt. In Panik zu geraten, ist daher wenig sinnvoll. Stattdessen sollten Maßnahmen befolgt werden, die auch unabhängig von der Corona-Krise gelten. Denkbar sind zum Beispiel das Anlegen eines finanziellen Polsters für Notfälle oder das Sparen auf größere Anschaffungen statt eines Ratenkaufs.

Frauen sparen zielgerichteter als Männer

Eine neue Umfrage des digitalen Finanzportals Joonko zeigt, dass vor allem Frauen ein stärkeres Bedürfnis haben, Geld zu sparen. So wollen 53 Prozent der befragten Frauen sparen, aber nur 46 Prozent der Männer. Besonders hoch ist das Verlangen bei den Frauen der Generation Y im Alter zwischen 18 und 39 Jahren: Nur 6 Prozent dieser Altersgruppe interessieren gar nicht für das Thema Sparen.

Dieses Verhalten entspricht den hohen Ansprüchen der Generation Y an ihr Privat- und Berufsleben, bei der die persönliche Verwirklichung im Vordergrund steht. Dementsprechend soll eine solide Finanzplanung finanziellen Sorgen vorbeugen und Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung der verschiedenen Lebensbereiche schaffen.

Auch bewusstes Sparen gehört infolgedessen zu den Maßnahmen der Generation Y. Dabei sparen Frauen eher auf ein bestimmtes Ziel wie ein Auto oder einen Urlaub als das männliche Geschlecht. So legen 57 Prozent der Frauen Geld für einen bestimmten Zweck beiseite, bei den Männern sind es lediglich 43 Prozent.

Männer haben höhere Risikobereitschaft beim Sparen als Frauen

Wie selbstbewusst Frauen mit dem Thema Finanzen umgehen, hängt unter anderem vom Alter und Einkommen ab. Den Umfrageergebnissen zufolge sind jüngere Frauen bezüglich ihrer Finanzplanung weniger selbstbewusst als ältere Frauen. Zudem gehen mehr Frauen mit einem höheren Einkommen davon aus, dass ihre Finanzen gut geregelt sind, als das bei Frauen mit niedrigem Einkommen der Fall ist.

Im Gegensatz zu Frauen sind Männer deutlich risikofreudiger in Bezug auf ihre Geldanlage. Mit 20 Prozent investieren doppelt so viele Männer in Geldanlagen mit hoher Rendite (z. B. Aktien oder Fonds) als Frauen (10 Prozent). In diesem Bereich sind jüngere Frauen wiederum selbstbewusster als ältere: 13 Prozent der Frauen zwischen 18 und 29 Jahren investieren in risikoreiche Geldanlagen, während es in der Altersgruppe zwischen 30 und 69 Jahren nur 8 Prozent sind.

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