Luftfahrt

Lufthansa-Vorstand will Rettungspaket jetzt annehmen

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Lufthansa-Maschinedts

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Köln - Der Lufthansa-Vorstand hat beschlossen, das Rettungspaket unter den zuletzt mit der EU-Kommission ausgehandelten Konditionen zu akzeptieren. Der Umfang der erforderlichen Zusagen sei im Vergleich zu ersten Indikationen reduziert worden, hieß es in einer Pflichtmitteilung in der Nacht zu Samstag.

Die Lufthansa wird demnach verpflichtet, an den Flughäfen Frankfurt und München je einem Wettbewerber zur Stationierung von je bis zu vier Flugzeugen, bis zu 24 Start- und Landerechte (Slots), also rechnerisch drei Start- und drei Landerechte pro Flugzeug und Tag, zu übertragen. Diese Option steht für zumindest anderthalb Jahre nur neuen Wettbewerbern an den Flughäfen Frankfurt und München zur Verfügung. Falls jeweils kein neuer Wettbewerber von der Option Gebrauch macht, wird die Option auch auf vorhandene Wettbewerber an den jeweiligen Flughäfen erweitert. Die Slots sollen im Rahmen eines Bieterverfahrens zugeteilt werden.

Die Slots sollen nur von einem europäischen Wettbewerber übernommen werden, der selbst keine wesentliche staatliche Rekapitalisierung aufgrund der Corona-Pandemie erhalten hat. Der Aufsichtsrat muss dem ausgehandelten Stabilisierungspaket inklusive der Zusagen an die EU noch zustimmen. Das Unternehmen beabsichtigt im Anschluss zeitnah eine außerordentliche Hauptversammlung einzuberufen, um die Zustimmung der Aktionäre zu den WSF-Stabilisierungsmaßnahmen einzuholen, hieß es.

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