Wirtschaftskrise

DGB-Chef fordert soziale Staffelung von Familienbonus

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Vater, Mutter, Kinddts

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München - Der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), Reiner Hoffmann, fordert, den geplanten Corona-Bonus für Familien sozial zu staffeln. "Ein Bonus für Familien ist aus konjunkturellen Gründen gut", sagte Hoffmann der "Rheinischen Post".

Er helfe, Kaufkraft und Nachfrage zu stabilisieren. "Allerdings sollte es den Bonus nur sozial gestaffelt geben: für kleine und mittlere Einkommen, aber nicht für reiche Familien", so Hoffmann. "Wir wollen ja den Konsum erhöhen, nicht die Sparquote." Auch einmalige Konsumchecks, die mit einem Verfallsdatum versehen seien, seien sinnvoll und könnten zur Stabilisierung der Konjunktur beitragen.

Angesichts der Coronakrise dürfe dagegen der Soli bei der Einkommensteuer nicht abgeschafft werden, so Hoffmann. "Schon vor der Krise haben wir dafür geworben, den Soli als Instrument des Bundes beizubehalten, um strukturschwachen Regionen in Ost und West unter die Arme greifen zu können." Das sei nun noch notwendiger denn je. "Niedrige Einkommen belastet er gar nicht und mittlere nur wenig."

Der größte Teil des Solis werde von den wohlhabendsten 20 Prozent aufgebracht.

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