Finanzen

Welche Risiken und Chancen bietet der Bitcoin?

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@ MichaelWuensch (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

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Was wir bislang über den Bitcoin gesagt haben, kann man auch auf andere virtuelle Währungen übertragen: Ethereum, Ripple, Litecoin, Neo, Cardano, Stellar, Eos, Nano…um mehr die beliebtesten und stärksten zu nennen.

Das System hat weitere Innovationen hervorgebracht, wie beispielsweise die der ICOs (Initial Coin Offers), die auf der Smart-Contract-Technologie basieren (welche wiederum im Gegenzug auf DLTs d.h. verteilten oder geteilten Registern beruht wie auch Kryptowährungen). Es handelt sich um ein faszinierendes Instrument, das derselben Struktur folgt wie Übernahmeangebote. Normalerweise werden die Mittel aber nicht verwendet, um das Kapital einer Firma zu vergrößern, sondern um Start-Ups zu finanzieren. In der Praxis veröffentlicht der Projektwerber ein Thesenpapier, in dem alle Aspekte des Angebots dargelegt werden, vor allem dahingehend, was der Abonnent infolge seiner (auch virtuellen) Geldzahlung zu erwarten hat. Dieser Credit, der sog. Token, der in Dateiform vorliegt, kann dann nach Belieben übertragen werden. Normalerweise erfolgen diese Darlehen in Form der Kryptowährung Ethereum (die deswegen durch keine mit dem „Mining“ von Bitcoin vergleichende Tätigkeit ausgegeben wird).

Verwendung virtueller Währungen: Risiken und Chancen

In der Praxis fragt sich jedoch, wie Immediate Bitcoin Kryptowährungen kaufen und verkaufen kann. Es gibt hier zwei Methoden: da virtuelles Geld im Grunde genommen Passwörter sind, kann sich der Käufer mit demjenigen, der es besitzt, in persona treffen und es gegen Auszahlung eines Geldbetrags erhalten (in Frankreich sind mittlerweile auch Tabakhändler dazu übergegangen, Bitcoins zu verkaufen). Die andere Methode ist die, sich auf einer Trading-Plattform anzumelden und sie dort gegen eine Geldeinzahlung zu kaufen. Was Sie erhalten, wird dann Teil des „Portfolios“, wie jede andere finanzielle Sicherheit auch. Diese „Wallet“ kann direkt auf der Plattform liegen (die allerdings, wie gesagt, „ausgeraubt“ werden kann) oder aber auf externen Medien (wie USB-Sticks) aufbewahrt werden.

Solange man sie besitzt, können virtuelle Währungen verwendet werden, um Zahlungen zu tätigen oder können zu spekulativen Zwecken gegen andere virtuelle Währungen getauscht werden oder (was normalerweise geschieht) gegen Papiergeldwährungen (Diejenigen, die virtuelle Währungen in andere Währungen oder umgekehrt tauschen, nennt man normalerweise „Tauschbörsen“). Was Zahlungen anbetrifft, eröffnen sich hier Möglichkeiten für Privatleute wie auch Unternehmen: in Ohio können Firmen beispielsweise ihre Steuern in Form von Bitcoins entrichten.

Die Rolle virtueller Währungen

In diesem Sinne sind virtuelle Währungen gleichzeitig eine Währung und ein Finanzinstrument, und gleichzeitig aber auch keines von beiden: sie sind kein reines Finanzinstrument, weil sie nicht als solches anerkannt sind und auch keine Währung, da ihr Wert der Marktvolatilität unterliegt und zudem auch keiner zentralen Autorität unterliegt.

Die neue Währung kann, da sie nicht kontrolliert wird, auch für Zwecke eingesetzt werden, die nicht immer ganz koscher sind. Dies ist beispielsweise der Grund dafür, weshalb die Chinesen das Verbot, Yuan in Valuta umzutauschen oder illegal Drogen, verbotene Gegenstände und Waffen zu verkaufen im sog. Darkweb umgehen oder dadurch, dass sie von „freien“ Computern Lösegelder verlangen, indem sie sie blockieren oder wichtige Dateien entführen.

Das Europäische Parlament hat sicher dieser Probleme ebenfalls angenommen und in der Resolution vom 26. Mai 2016 die intrinsischen Risiken virtueller Währungen unterstrichen: das Fehlen von Strukturen zum Schutz von Usern, die Funktionsweise des Systems, die hohe Marktvolatilität, rechtliche Unsicherheit, Energieverbrauch, potentiell schädliche Auswirkungen der Märkte auf herkömmliche Finanzdienstleister, die potentiellen Grenzen der Wirksamkeit von Geldpolitik sowie die Möglichkeit von Schwarzmarktgeschäften. Angesichts all dieser Probleme schlägt das Parlament vor, dass die Staaten gemeinsame rechtliche Rahmenbedingungen schaffen sollten, ohne jedoch ein noch in der Entwicklungsphase befindliches Phänomen zu sehr zu kontrollieren, das durch falsche Rechtsprechung behindert werden und eigentlich zu entschieden positiven Ergebnissen führen könnte, wie beispielsweise Reduzierung von Überweisungskosten sowie die Nachverfolgbarkeit von Zahlungen.

Auf jeden Fall beweisen virtuelle Währungen die Möglichkeit der Wertschöpfung außerhalb etablierter Institutionen, und zeigen in diesem Sinne die intrinsische Stärke der Währung für diesen Zweck auf, eine Kraft, auf die manche setzen, um die europäische Einigung voranzutreiben.

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