Bildung

FDP verlangt schnelle Vereinfachung des Digitalpakts Schule

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Stühle im Flur einer Schuledts

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Berlin - Die stellvertretende FDP-Vorsitzende Katja Suding hat Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) aufgefordert, die hohen Anforderungen aus dem Digitalpakt Schule zügig zu beseitigen. "Die Bundesbildungsministerin muss sich jetzt endlich bewegen. Sie muss die unglaubliche Bürokratie abschaffen, damit das Geld fließen kann", sagte Suding im RTL/n-tv-"Frühstart".

Es sei Karliczeks Aufgabe, mit den Milliarden aus dem Digitalpakt den Schulen die Digitalisierung überhaupt zu ermöglichen. "Ich glaube nicht, dass es am Willen der meisten Lehrkräfte scheitert. Es scheitert einfach an den politischen Rahmenbedingungen und dafür ist die Bundesbildungsministerin zuständig."

Die FDP-Fraktion bringt am Donnerstag im Bundestag dazu einen Antrag ein. Suding wies daraufhin, dass von den fünf Milliarden Euro aus dem Digitalpakt erst ein Bruchteil abgerufen worden sei. Grund seien die zu umfangreichen Anträge, die Schulen stellen müssten. "Man müsste eigentlich Volljurist sein, um das irgendwie hinzubekommen. Ein Schulleiter ist da in der Regel völlig überfordert, der hat auch andere Aufgaben", so die FDP-Politikerin.

Man brauche jetzt einfachere Antragsverfahren. Außerdem müssten Lehrer für die digitalen Tools ausgebildet werden. Suding gestand ein, dass Versäumnisse beim digitalen Unterricht nicht in sechs Wochen Sommerferien aufzuholen seien. Corona habe das Bildungssystem "kalt erwischt". Deswegen sei es das Anliegen der Liberalen, dass man jetzt einen "Turbo" zünde bei der digitalen Bildung. Man brauche die digitale Schule unabhängig davon, wie viel Fernunterricht es nach den Ferien gebe.

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