Gesundheit

Sonnenbrand durch Medikamente

  • Rudolf Huber/mp
  • In GESUNDHEIT
  • 2. Juli 2020, 12:19 Uhr
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mp Groß-Gerau - Im Sommer kann durch Medikamente das Risiko für Sonnenbrände und andere Hautschäden steigen. stevepb / pixabay.com

Manche Medikamente machen die Haut empfindlicher gegenüber Sonne. Das spielt im Winter kaum eine Rolle, aber jetzt im Sommer kann durch Medikamente das Risiko für Sonnenbrände und andere Hautschäden steigen.


Manche Medikamente machen die Haut empfindlicher gegenüber Sonne. Das spielt im Winter kaum eine Rolle, aber jetzt im Sommer kann durch Medikamente das Risiko für Sonnenbrände und andere Hautschäden steigen. Laut Thomas Benkert, Vizepräsident der Bundesapothekerkammer, kann die lichtbedingte Hautreaktion sofort oder verzögert nach einigen Tagen einsetzen.

Diese unerwünschte Nebenwirkung gibt es etwa bei einigen wasserausschwemmenden Medikamente (Diuretika) und anderen Blutdrucksenkern, bei Schmerzmitteln oder Antibiotika. Benkert: "Beim antidepressiven Johanniskraut wird die Nebenwirkung der Lichtempfindlichkeit hingegen oft überschätzt." Wenn ein Patient die therapeutischen Dosierungen nicht überschreite und extreme Strahlung meide, seien keine ernsten Symptome der Fototoxizität zu erwarten.

Sein Rat: Wer ein Medikament einnehmen muss, das die Haut empfindlicher macht, sollte auf einen sehr guten Sonnenschutz achten und in der Mittagszeit die Sonne meiden. Die Hautreaktionen werden vor allem durch den UV A-Anteil des Sonnenlichts ausgelöst. Dieser wird durch Glas oder dünne Kleidung nicht abgehalten. Daher schützt Fensterglas ohne UV-undurchlässige Folien nicht ausreichend. Reichen die Schutzmaßnahmen nicht aus, um die Hautreaktion abzuschwächen, kann der verordnende Arzt die Dosis senken.

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