Großbritannien

Ed Sheeran und Rod Stewart unterstützen Hilferuf für britische Livemusik

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Zu den Unterzeichnern zählte auch Rod Stewart.n Bild: AFP

Stars wie Ed Sheeran und Rod Stewart sowie rund 1500 weitere britische Musiker haben die Regierung um Hilfe für die Live-Musik-Branche gebeten. In einem offenen Brief warnten sie vor der Bedrohung tausender Jobs durch das Coronavirus.

Stars wie Ed Sheeran, Rod Steward oder Paul McCartney haben zusammen mit rund 1500 weiteren britischen Musikern die Regierung um Hilfe für die Livemusik-Branche gebeten. In einem offenen Brief an Kulturminister Oliver Dowden warnten sie am Donnerstag vor der Bedrohung tausender Jobs durch die Corona-Pandemie. 

In ihrem Schreiben verwiesen die Musiker auf eine neue Studie, wonach die Branche 210.000 Menschen beschäftigt und der Wirtschaft im vergangenen Jahr 4,5 Milliarden Pfund (fünf Milliarden Euro) eingebracht hatte. "Britische Livemusik war einer der größten sozialen, kulturellen und ökonomischen Erfolge Großbritanniens im vergangenen Jahrzehnt", hieß es weiter.

Ohne ein Ende der Abstandsregeln oder finanzielle Unterstützung der Regierung aber sehe die Zukunft für Festivals, Konzerte und die Beschäftigten "düster" aus. Zu den Unterzeichnern zählten unter anderem auch Coldplay, Eric Clapton, Sam Smith, Liam Gallagher, Iron Maiden sowie Dua Lipa.

Mit knapp 44.000 Toten ist Großbritannien das am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land in Europa. Zwar hat die Regierung ihre strengen Ausgangsbeschränkungen inzwischen gelockert. Am Wochenende dürfen auch Restaurants, Kneipen und Museen wieder öffnen. Doch Konzertsäle und andere Orte für Livemusik bleiben geschlossen. Die Industrie fordert von der Regierung einen klaren Zeitplan für deren Öffnung ohne Abstandsbestimmungen sowie eine Fortsetzung der finanziellen Hilfe für in den Zwangsurlaub geschickte Mitarbeiter.

Kulturminister Dowden erklärte auf Twitter, er verstehe die Nöte der Beschäftigten in der Branche. Er arbeite derzeit hart an einem "Fahrplan" für das weitere Vorgehen. Gleichzeitig aber erinnerte Dowden daran, dass die Abstandsregeln viele Leben gerettet hätten.

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