Politik

Präsidenten Trump und López Obrador würdigen Beziehungen zwischen USA und Mexiko

  • AFP
  • In POLITIK
  • 8. Juli 2020, 23:44 Uhr
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US President Donald Trump (right) and Mexican President Andres Manuel Lopez Obrador hold a joint press conference in the Rose Garden of the White House on July 8, 2020 Bild: AFP

Trotz früherer Spannungen haben US-Präsident Trump und der mexikanische Staatschef López Obrador bei einem Treffen in Washington die guten Beziehungen beider Länder bekräftigt. 'Wir haben ein herausragendes Verhältnis', sagte Trump im Weißen Haus.

Trotz früherer Spannungen haben US-Präsident Donald Trump und der mexikanische Staatschef Andrés Manuel López Obrador bei einem Treffen in Washington die guten Beziehungen beider Länder bekräftigt. "Wir haben ein herausragendes Verhältnis", sagte Trump am Mittwoch an der Seite von López Obrador im Rosengarten des Weißen Hauses. "Die Beziehungen zwischen den USA und Mexiko waren nie enger als jetzt."

López Obrador würdigte ebenfalls die "sehr guten politischen Beziehungen". Trump habe Mexiko nicht wie eine "Kolonie" behandelt. "Sie haben uns wie das behandelt, was wir sind: ein würdiges, freies, demokratisches und souveränes Land." Der mexikanische Linkspolitiker ist seit seinem Amtsantritt vor eineinhalb Jahren bemüht, den Präsidenten des großen Nachbarstaates nicht zu verärgern.

Trump hatte im Wahlkampf wiederholt Stimmung gegen Mexikaner gemacht und sie als Kriminelle und Vergewaltiger verunglimpft. Eines seiner zentralen Wahlkampfversprechen war der Bau einer Grenzmauer zu Mexiko, für die das Nachbarland zahlen würde. Den Bau der Mauer treibt der Rechtspopulist seit seinem Amtsantritt voran - allerdings ist von einer mexikanischen Finanzierung keine Rede mehr.

Die beiden Länder sind wirtschaftlich eng miteinander verwoben. Mit dem Besuch von Präsident López Obrador im Weißen Haus wurde unter anderem das Inkrafttreten des neuen Freihandelsabkommens zwischen den USA, Mexiko und Kanada (USMCA) zu Monatsbeginn gewürdigt.

Es war das erste Zweiertreffen der beiden Präsidenten - und die erste Auslandsreise von López Obrador seit seinem Amtsantritt im Dezember 2018. Der Linkspolitiker reiste in einem Linienflug in der Touristenklasse nach Washington.

Überschattet wurde der Besuch von der Coronavirus-Pandemie, die beide Länder hart trifft. In den USA wurde am Dienstag die Marke von drei Millionen bestätigten Infektionen überschritten. Mehr als 132.000 Menschen kamen in dem Land bereits ums Leben. Das sind die weltweit höchsten Zahlen.

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