Gesundheit

Chinas Staatsfernsehen zeigt seltene Bilder aus Hochsicherheitslabor in Wuhan

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Foto vom Labor aus dem Jahr 2017 Bild: AFP

Das chinesische Staatsfernsehen hat einen seltenen Einblick in das Labor für hochgefährliche Krankheitserreger in der Stadt Wuhan gegeben, um das sich seit Beginn der Corona-Pandemie zahlreiche Spekulationen ranken.

Das chinesische Staatsfernsehen hat einen seltenen Einblick in das Labor für hochgefährliche Krankheitserreger in der Stadt Wuhan gegeben, um das sich seit Beginn der Corona-Pandemie zahlreiche Spekulationen ranken. Der Beitrag im staatlichen Sender CCTV zeigte wenige kurze Sequenzen aus dem Labor des Instituts für Virologie.

Zu sehen waren die ersten Bilder aus dem BSL-4-Labor seit seiner Inbetriebnahme 2017. Sie zeigten Eindrücke aus den Laborräumen, gefilmt durch dicke Glasfenster - aus Sicherheitsgründen, wie es in dem Beitrag hieß. Labordirektor Yuan Zhiming erklärte, es habe "keine Unfälle mit Krankheitserregern oder Infektionen bei Menschen" gegeben. Der Beitrag lieferte jedoch keine neuen Informationen zur Arbeit des Labors. 

Das Wuhan-Institut beherbergt die größte Virusbank in Asien, in der mehr als 1500 Virenstämme aufbewahrt werden. Das zugehörige Hochsicherheitslabor ist das erste des Kontinents, das für den Umgang mit Krankheitserregern der Klasse 4 wie Ebola ausgerüstet ist.

In Wuhan waren im Dezember die ersten Corona-Fälle weltweit aufgetreten. Immer wieder wurde das Labor mit dem Ausbruch der Pandemie in Verbindung gebracht, unter anderen äußerten US-Präsident Donald Trump und US-Außenminister Mike Pompeo diesen Verdacht.

Eine Reihe von Wissenschaftlern vermuten, dass das neuartige Coronavirus, an dem mittlerweile mehr als eine halbe Million Menschen starben, zuerst in Fledermäusen auftrat. Die Weltgesundheitsorganisation WHO entsendet demnächst Experten nach Wuhan, um Aufschlüsse über den Ursprung der Pandemie zu erhalten. 

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