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Biden stellt 700 Milliarden Dollar schweren Wirtschaftsplan vor

  • AFP
  • In POLITIK
  • 9. Juli 2020, 22:57 Uhr
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Biden (M.) besucht Fabrik in Dunmore Bild: AFP

US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat ein 700 Milliarden Dollar schweres Konjunkturpaket vorgestellt, um die von der Coronavirus-Pandemie schwer getroffene Wirtschaft wieder aufzurichten.

US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat ein 700 Milliarden Dollar schweres Konjunkturpaket vorgestellt, um die von der Coronavirus-Pandemie schwer getroffene Wirtschaft wieder aufzurichten. Der US-Demokrat versprach am Donnerstag, nicht nur die in der derzeitigen Krise zerstörten Arbeitsplätze wiederherzustellen. Vielmehr sollten fünf Millionen zusätzliche Jobs geschaffen werden.

Der frühere Vizepräsident will 400 Milliarden Dollar investieren, um die Nachfrage nach heimischen Produkten anzukurbeln. Unter dem Motto "Buy American" sollen US-Steuergelder verstärkt für den Kauf von US-Produkten und US-Dienstleistungen verwendet werden. Außerdem setzt der 77-Jährige auf Investitionen von 300 Milliarden Dollar in Forschung und Entwicklung. Dadurch könnten drei Millionen Jobs geschaffen werden.

Bei der Vorstellung seiner Pläne in Dunmore im Bundesstaat Pennsylvania übte Biden scharfe Kritik an Präsident Donald Trump. "Wir haben eine Gesundheitskrise, eine Wirtschaftskrise, eine Krise der Rassengerechtigkeit, eine Klimakrise", sagte der designierte Präsidentschaftskandidat der oppositionellen Demokraten. "Wir müssen zusammenkommen, um diese Krisen zu lösen, um sie als Amerikaner zu lösen."

Trump versuche, US-Bürger gegeneinander aufzustacheln, weil er sich dadurch bessere Chancen auf eine Wiederwahl erhoffe, sagte Biden. Jetzt sei aber nicht die Zeit für "spalterische Politik", sondern für Geschlossenheit.

Biden soll bei einem Parteitag im August formell zum Präsidentschaftskandidaten der Demokratischen Partei gekürt werden und Trump dann bei der Wahl am 3. November herausfordern. In landesweiten Umfragen und in Erhebungen in mehreren umkämpften Schlüsselstaaten liegt der einstige Stellvertreter von Präsident Barack Obama zwar vor Trump. Vier Monate vor der Wahl sind solche Umfragen aber nur bedingt aussagekräftig. Viele Wähler sprechen dem früheren Immobilienmogul Trump zudem mehr Wirtschaftskompetenz zu als Biden.

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