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Facebook-Tochter Instagram fordert Tiktok mit eigener Video-Anwendung heraus

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Instagram macht Tiktok Konkurrenz Bild: AFP

Die Facebook-Tochter Instagram fordert die beliebte Videoplattform Tiktok mit einem eigenen Angebot für Kurzvideos heraus. Die Funktion Reels zum Erstellen von kurzen Videoclips, die bereits in Deutschland verfügbar ist, wird fortan in mehr als 50 Ländern angeboten.

Die Facebook-Tochter Instagram fordert die beliebte Videoplattform Tiktok mit einem eigenen Angebot für Kurzvideos heraus. Die Funktion Reels zum Erstellen von kurzen Videoclips, die bereits seit Juni in Deutschland verfügbar ist, wird fortan in mehr als 50 Ländern angeboten, wie Instagram am Mittwoch mitteilte. Nutzer können mit der Anwendung bis zu 15 Sekunden lange Videos erstellen und mit Musik und einer Reihe von Effekten unterlegen.

"Reels lädt euch ein, lustige Videos zu erstellen und mit euren Freunden oder jedem auf Instagram zu teilen", schrieb der Online-Dienst. Reels sei "ein großer Teil der Zukunft der Unterhaltung auf Instagram".

Die Instagram-Mutter Facebook kupfert damit beim erfolgreichen Konkurrenten Tiktok des chinesischen Anbieters Bytedance ab. Die Videoplattform gehört für hunderte Millionen Jugendliche auf der ganzen Welt zu ihrem digitalen Alltag. In den Clips wird getanzt, es finden sich Parodien, Sketche und Schönheitstipps.

Kritiker werfen Tiktok aber vor, Nutzerdaten an die chinesische Regierung weiterzugeben. Die Videoplattform weist die Vorwürfe zurück.

Vergangene Woche drohte US-Präsident Donald Trump eine Verbannung von Tiktok vom US-Markt an. Der Softwareriese Microsoft erklärte daraufhin am Sonntag, bereits laufende Gespräche mit Bytedance für eine mögliche Übernahme von Tiktok sollten bis zum 15. September abgeschlossen werden. Trump nannte dann den 15. September als Frist für einen Verkauf von Tiktok - ansonsten werde das Angebot in den USA "dichtgemacht".

Für Aufsehen und Empörung sorgte der US-Präsident mit der ungewöhnlichen Forderung, dass ein Teil des Verkaufspreises an die US-Regierung gehen sollte. Unklar ist, in welcher Form das überhaupt geschehen könnte.

Am Dienstag bekräftigte Trump seine Forderung aber: "Wir haben alle Karten in der Hand, denn ohne uns kann man nicht in die USA kommen", sagte der Präsident. Er verglich die Situation mit dem Verhältnis zwischen Mieter und Vermieter. Ein Mieter brauche einen Mietvertrag und müsse Miete zahlen. Deswegen müsse ein "sehr großer Teil" des Verkaufspreises an das US-Finanzministerium gehen, sagte Trump.

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