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Klingbeil: Entscheidung über Kanzlerkandidat fällt im Spätsommer

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  • 8. August 2020, 09:38 Uhr
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Klingbeil mit den Parteichefs Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken Bild: AFP

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat angekündigt, dass die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur der SPD für die Bundestagswahl 2021 schon in wenigen Wochen fallen wird. 'Im Spätsommer werden wir über den Kanzlerkandidaten entscheiden.'

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat angekündigt, dass die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur der SPD für die Bundestagswahl 2021 schon in wenigen Wochen fallen wird. "Im Spätsommer werden wir über den Kanzlerkandidaten entscheiden", sagte Klingbeil den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Samstag. "Dann ist die SPD als erste aller Parteien startklar."

Klingbeil wollte sich nicht auf einen Namen festlegen. Angesprochen auf den als aussichtsreich geltenden Bundesfinanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz sagte Klingbeil: "Zweifellos: Olaf Scholz führt das Land als Vizekanzler und Finanzminister gemeinsam mit Angela Merkel erfolgreich durch die Corona-Krise. Wir sind sehr froh, ihn in unseren Reihen zu haben." Das Vorschlagsrecht liege aber bei den Parteivorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans, betonte er.

An der derzeit laufenden Personaldiskussion in der Union äußerte Klingbeil Kritik. "Der interne Machtkampf in der Union nimmt immer bizarrere Züge an. Als Markus Söder die Bundeskanzlerin kürzlich wie ein König auf Schloss Herrenchiemsee empfangen hat, habe ich mich gefragt, warum die bayerischen Steuerzahler das Gegockel potenzieller Unions-Kandidaten eigentlich bezahlen müssen", sagte der Generalsekretär den RND-Zeitungen. 

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet habe sich in der Corona-Krise "als nicht kanzlertauglich erwiesen". Bei Gesundheitsminister Jens Spahn "weiß jeder, dass er das Team mit Laschet lieber heute als morgen verlassen würde."

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