Panorama

Factoring im Mittelstand: 5,3 Prozent Plus trotz Coronakrise

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Factoring im Mittelstand: 5,3 Prozent Plus trotz Coronakrise

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Der Markt für Factoring im Mittelstand zeigt sich auch unter dem Einfluss der Coronakrise robust. Im ersten Halbjahr 2020 nahm das Volumen der angekauften Forderungen um rund 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Im gesamten Geschäftsjahr 2019 hatte der Anstieg bei 8,7 Prozent gelegen. "Nach den pandemiebedingten Rückgängen im April und Mai 2020 war im Juni die Trendwende bei den Factoring-Umsätzen erreicht", berichtet Michael Ritter, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Factoring für den Mittelstand (BFM). "Zwar gehen wir davon aus, dass sich im erfahrungsgemäß starken zweiten Halbjahr das Vorjahresniveau nicht erreichen lässt. Aber unser Geschäftsmodell der bankenunabhängigen Finanzierung und schnellen Bereitstellung von Liquidität bietet dem Mittelstand einen Nutzen, der gerade auch in Zeiten des wirtschaftlichen Neustarts gefragt ist."

Marktentwicklung: 42 Prozent rechnen mit steigendem Umsatz

Wenn die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht nicht verlängert wird, könnte es im vierten Quartal 2020 zu einer Welle von Anträgen kommen. "In vielen Fällen ist die Insolvenz eine Chance für die betroffene Firma. Dennoch halten wir es für wichtig, dass Unternehmen bei anhaltendem Umsatzrückgang weitere staatliche Hilfen bekommen. Die gesamte Risikolage erscheint uns derzeit noch unauffällig", so Ritter. Diese Einschätzung spiegelt sich auch in den Ergebnissen der Verbandsumfrage wider. Für das restliche Geschäftsjahr sind die Erwartungen der mittelständischen Factoring-Gesellschaften verhalten positiv. Während zum Ende 2019 noch 66 Prozent der Befragten von wachsenden Umsätzen ausgingen, sind es derzeit 42 Prozent. Hinzu kommen 16 Prozent, die mit gleichbleibenden Umsätzen rechnen (zuvor 22 Prozent). Impulse durch das Neukundengeschäft erwarten insgesamt 84 Prozent, davon 58 Prozent mit steigenden und 26 Prozent mit gleichbleibenden Umsätzen in diesem Bereich.

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