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Trump erwägt G7-Gipfel nach US-Wahl im November

  • AFP
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  • 11. August 2020, 06:28 Uhr
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US-Präsident Donald Trump bei Pressebriefing am Montag Bild: AFP

US-Präsident Donald Trump erwägt nach eigenen Worten, den wegen der Corona-Pandemie verschobenen G7-Gipfel nach der US-Wahl am 3. November abzuhalten. Der ursprünglich für Juni geplante Gipfel war wegen der Corona-Pandemie verschoben worden.

US-Präsident Donald Trump erwägt, den wegen der Corona-Pandemie verschobenen G7-Gipfel nach der US-Wahl am 3. November abzuhalten. Er neige dazu, das Treffen der Staats- und Regierungschefs sieben führender Industriestaaten "irgendwann nach" der Präsidentschaftswahl stattfinden zu lassen, sagte Trump am Montag bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Es gebe dann eine "bessere, ruhigere Atmosphäre" als vor der Wahl.

Trump ließ offen, ob der Gipfel als direktes Treffen oder wegen der Pandemie nur als Telefonkonferenz stattfinden soll. Er stellte erneut in Aussicht, dass an dem Gipfel nicht nur Vertreter der G7-Staatengruppe, sondern auch anderer Länder teilnehmen sollten: "Wir werden bestimmte Leute einladen, die nicht in der G7 sind." 

Trump ließ diesmal aber offen, ob er den russischen Präsidenten Wladimir Putin einladen will. Dies hatte er im Juni aus Anlass der Verschiebung des Gipfels angekündigt. Russland war nach seiner Annexion der Krim-Halbinsel im Jahr 2014 aus der Staatengruppe ausgeschlossen worden, womit die G8 zur G7 geschrumpft war.

Die USA haben in diesem Jahr den Vorsitz der G7 inne. Der Gipfel war ursprünglich für Juni geplant gewesen, wurde von Trump dann aber wegen der Corona-Krise vertagt. Zuvor hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ihre Teilnahme an dem Gipfeltermin im Juni abgesagt. 

Trump fasste dann ins Auge, den Gipfel im September abzuhalten. Durch die Äußerungen des US-Präsidenten am Montag wurde aber deutlich, dass ein Termin für das Gipfeltreffen im kommenden Monat inzwischen eher unwahrscheinlich ist. Neben den USA und Deutschland gehören der G7 Frankreich, Italien, Großbritannien, Kanada und Japan an. 

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