Religion

Aktivist: Politik muss Missbrauchsopfer in Kirche unterstützen

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Katholischer Pfarrer bei einer Messe zwischen Ministrantendts

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Hamburg - Matthias Katsch, Sprecher der Betroffenenvertretung "Eckiger Tisch", fordert von der Politik mehr Unterstützung bei der Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche. Dauerhaft brauche es das "Engagement der staatlichen Ebene, insbesondere des Parlaments, um den Betroffenen den Rücken zu stärken", schreibt Katsch in einem Gastbeitrag für die "Zeit"-Beilage "Christ & Welt".

Vor allem bei den Verhandlungen um Entschädigungsregelungen solle die Politik eine aktive Rolle übernehmen, da zwischen den Opfern und der "Organisation der Täter" eine Machtasymmetrie bestehe. Die Unterstützung der Politik sei auch erforderlich, um Akten und Unterlagen im Vatikan sowie in den römischen Zentralen der Orden für die Aufarbeitung zugänglich zu machen. "Gerade in der Auseinandersetzung mit den Institutionen, mit der katholischen Kirche im Besonderen, habe ich die Politik als die große Abwesende erlebt", kritisierte Katsch.

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