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Anzeichen für leichte Abkühlung der Baukonjunktur

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Baustelle in Berlin Bild: AFP

Das Bauhauptgewerbe hat im Juli weniger Aufträge verzeichnet als im Vormonat: Der reale Auftragseingang ging von Juni auf Juli um 5,6 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte.

Die Umsatzeinbußen in Industrie und Dienstleistung wegen der Corona-Krise machen sich langsam auch auf dem Bau bemerkbar. Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ging von Juni bis Juli um 5,6 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Dies deute auf eine leichte Abkühlung der Baukonjunktur hin. 

Grund für den starken Rückgang im Juli war aber auch der "ungewöhnlich hohe" Auftragseingang im Juni aufgrund von Großaufträgen, wie die Statistiker betonten. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) erklärte, insbesondere die Nachfrage in der Wirtschaft sei "leider sehr verhalten". Die Aufträge seien bereits fünf Monate in Folge zurückgegangen, die Order lägen hier um gut eine Milliarde Euro unter dem Vorjahresniveau. Insgesamt hatten die Aufträge im Juli laut Statistik einen Wert von rund 5,7 Milliarden Euro. 

Laut ZDB waren die Auftragseingänge in den anderen Bausparten auch nur "verhalten": Im Wohnungsbau stiegen sie im Juli um 2,0 Prozent und im öffentlichen Bau um 3,5 Prozent im Vorjahresvergleich. 

"Dank guter Witterung, hoher Auftragsbestände zum Jahresbeginn und ununterbrochener Bautätigkeit sind wir bisher vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen", erklärte ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa. Nun zeige sich aber, dass die Bauwirtschaft nicht unberührt von den Einbußen bei Industrie und Dienstleistungen bleibe. 

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