Frankreich

Unheilbar kranker Franzose bricht Hungerstreik ab

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Schwerkranker Franzose bricht Hungerstreik ab Bild: AFP

Der unheilbar kranke Franzose Alain Cocq, der sich wegen verweigerter Sterbehilfe zu Tode hungern wollte, hat seinen Hungerstreik abgebrochen. 'Ich war nicht mehr in der Lage, diesen Kampf zu führen', sagte Cocq der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch. Er könnte nach eigenen Angaben schon in sieben bis zehn Tagen wieder zu Hause sein.

Der unheilbar kranke Franzose Alain Cocq hat seinen Hungerstreik nach rund vier Tagen beendet. Der 57-Jährige habe die Schmerzen "nicht ertragen", erklärte die französische Gesellschaft für das Recht auf Sterbehilfe, ADMD, am Freitag. Cocq ließ sich nach Angaben seiner Unterstützer vorübergehend in einem Krankenhaus behandeln und nahm wieder Nahrung und Flüssigkeit zu sich. 

Mit dem Hungerstreik wollte Cocq dagegen protestieren, dass ihm Sterbehilfe verweigert worden war. Einen ersten Hungerstreik hatte er vor gut einem Monat abgebrochen.

Der in Dijon lebende Cocq leidet seit mehr als 30 Jahren unter einer sehr schmerzhaften Arterien-Erkrankung. Er bat zuletzt Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron, sich von einem Arzt eine tödliche Barbituratdosis verabreichen lassen zu dürfen. Der Präsident verwies in einem Brief an Cocq aber auf das Verbot aktiver Sterbehilfe in Frankreich. 

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