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Zehntausende Teilnehmer bei Kundgebung für Meinungsfreiheit in Frankreich

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Ein Demonstrant zeigt eine Mohammed-Karikatur Bild: AFP

Zehntausende Franzosen haben bei Kundgebungen am Sonntag des bei einem islamistischen Anschlag getöteten Geschichtslehrers gedacht. Parteien, Verbände und Gewerkschaften hatten zu den Demonstrationen für Meinungsfreiheit in Paris und weiteren Städten aufgerufen.

Zehntausende Franzosen haben bei Kundgebungen am Sonntag des bei einem islamistischen Anschlag getöteten Geschichtslehrers gedacht. Parteien, Verbände und Gewerkschaften hatten zu den Demonstrationen für Meinungsfreiheit in Paris und weiteren Städten aufgerufen. Die Teilnehmer gedachten des 47-jährigen Lehrers, der am Freitag bei Paris enthauptet worden war, weil er seinen Schülern im Unterricht Mohammed-Karikaturen gezeigt hatte.

"Nein zum totalitären Denken" und "Ich bin ein Lehrer" stand auf  Schildern der Demonstranten. Einige schwenkten die französische Flagge und stimmten die Nationalhymne an. Mehrere Teilnehmer trugen Plakate mit Mohammed-Karikaturen aus der Satirezeitung "Charlie Hebdo", die seit Jahren umstritten sind und von Islamisten angefeindet werden.

"Ihr werdet uns nicht spalten", hob der französische Premierminister Jean Castex im Rahmen der Kundgebung in Paris hervor. Auch die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo und die Präsidentin der Region Ile-de-France, Valérie Pécresse, nahmen an der friedlichen Demonstration teil. 

"Ich bin hier als Lehrerin, als Mutter, als Französin und als Republikanerin", sagte die Demonstrantin Virginie. Die 34-jährige Guigané kam mit ihrem kleinen Sohn zu der Kundgebung in Paris."Wir dürfen diese Gewalt nicht zu unserem Alltag werden lassen oder uns an sie gewöhnen", sagte sie. 

Auch in zahlreichen anderen Städten versammelten sich Menschen zu Kundgebungen für die Meinungsfreiheit. In Lyon wurden nach Behördenangaben rund 6000 Demonstranten gezählt, in Nizza gingen etwa 300 Menschen auf die Straße. Für Mittwoch wurde eine nationale Gedenkfeier zu Ehren des Opfers angekündigt. 

Der 47-jährige Geschichtslehrer war am Freitag in der Nähe seiner Schule in Conflans-Sainte-Honorine von einem 18-jährigen Russen tschetschenischer Herkunft enthauptet worden. Er hatte mit seinen Schülern das Thema Meinungsfreiheit im Unterricht behandelt und dabei Mohammed-Karikaturen verwendet. Die Ermittler gehen von einem islamistisch motivierten Terroranschlag aus.

Der Angreifer wurde nach der Tat von der Polizei erschossen. Im Zusammenhang mit dem Anschlag wurden bis Sonntagmorgen elf Menschen in Polizeigewahrsam genommen. 

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