Produktion

Leichte Metalle fürs schwere Gelände

  • Lars Wallerang
  • In UNTERNEHMEN
  • 22. Oktober 2020, 13:29 Uhr
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mid Groß-Gerau - Härtetest: So ein Defender muss schon was wegstecken können. Jaguar Land Rover

Leichte Metalle und Verbundstoffe reduzieren das Gewicht von Fahrzeugen und steigern damit die Energieeffizienz. Jaguar Land Rover macht nun den Test, ob solche Materialien auch in schwerem Gelände bestehen können.


Leichte Metalle und Verbundstoffe reduzieren das Gewicht von Fahrzeugen und steigern damit die Energieeffizienz. Jaguar Land Rover macht nun den Test, ob solche Materialien auch in schwerem Gelände bestehen können. Als Teil eines über zwei Jahre laufenden Projekts unter der Leitung des in Düsseldorf ansässigen Gesamtverbandes der Aluminiumindustrie (GDA) will das Unternehmen Technologien aus der Luft- und Raumfahrt nutzen, um Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie die neuen Materialien auf eine korrosive Umgebung und härteste Alltagsbeanspruchungen reagieren.

Dazu werden Proben neuer Materialien, Leichtmetalllegierungen und Verbundwerkstoffe Sensoren eingebaut, die strengen Standards der Luftfahrtindustrie entsprechen und anschließend den weltweit härtesten Umwelt- und Streckenverhältnissen ausgesetzt - konkret: bei Tests über eine Gesamtdistanz von 400.000 Kilometer quer durch Nordamerika.

Die Sensoren sollen kontinuierlich die Performance der Materialien messen und die Daten mit dem Jaguar Land Rover-Entwicklungsteam im Vereinigten Königreich austauschen. Mit Hilfe dieser Daten können Ingenieure so beispielsweise das Korrosionsverhalten des Materials voraussagen und bereits Einsatzmöglichkeiten neuer Leichtbaukomponenten in künftigen Baureihen abschätzen - "immer vorausgesetzt, sie erfüllen die hauseigenen Qualitäts- und Haltbarkeitsstandards", betonen die Briten.

Das Forschungsprogramm steht unter der Federführung des GDA, einem Konsortium aus Aluminium-Produzenten und Automobilbauern, das die Langlebigkeit von Materialien erforscht und dabei untersucht, wie man sie zugleich noch leichter und robuster gestalten kann. Die Kooperation verfolgt das Ziel, mit Hilfe von intelligentem Leichtbau die Effizienz der Antriebe weiter zu verbessern und Emissionen zu senken. Sie fungiert als Schlüsselelement in der Vision der britischen Marke: "Destination Zero" - eine Zukunft ohne Emissionen, Unfälle und Staus.

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