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Frankreichs Arbeitgeber lehnen Verzicht auf Black Friday ab

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Kein Verzicht auf Black Friday in Frankreich Bild: AFP

Die französische Regierung hat Amazon und andere Online-Plattformen wegen der Corona-Pandemie zum Verzicht auf Schnäppchenaktionen zum sogenannten Black Friday aufgerufen. Wirtschaftsminister Bruno Le Maire appellierte am Mittwoch an die Händler, die für den 27. November geplanten Rabattangebote zu 'verschieben', solange die meisten Geschäfte in Frankreich wegen der Pandemie geschlossen bleiben müssten.

Der französische Arbeitgeberverband Medef lehnt den von der Regierung geforderten Verzicht auf Schnäppchenaktionen zum sogenannten Black Friday ab. Verbandschef Geoffroy Roux de Bézieux sagte am Donnerstag dem Rundfunksender RTL, dies wäre "nicht vernünftig". Viele Supermärkte hätten bereits ihre Werbeprospekte vorbereitet.

"Wir reden sehr viel von Amazon, aber es gibt auch viele französische Händler, die Rabatte vorbereitet haben", sagte der Verbandschef. In jedem Fall wäre eine Absage vor dem Black Friday am 27. November zu kurzfristig. 

Wirtschaftsminister Bruno Le Maire hatte seinen Aufruf mit dem Corona-Lockdown begründet, unter dem die meisten Geschäfte in Frankreich seit gut zwei Wochen geschlossen sind. Er argumentierte, durch Rabattaktionen im Internet würden diese Läden benachteiligt.

Der Arbeitgeberverband vermutet in dem Aufruf nur einen "Vorwand", wie de Bézieux weiter sagte. Offenbar wolle die Regierung der Forderung der Einzelhändler nicht nachgeben, ab dem 27. November wieder öffnen zu dürfen. Deshalb dringe sie nun auf eine Absage des Black Friday.

Frankreichs Regierung will zwar bis kommende Woche eine Lockerung einzelner Corona-Auflagen prüfen. Allerdings hat sie deutlich gemacht, dass sie eine generelle Öffnung wegen des großen Drucks auf die Krankenhäuser für verfrüht hält.

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