Historie

Die mid-Zeitreise: Ford Maverick - runde Scheinwerfer und mehr Dieselpower

  • Motor-Informations- Dienst (mid)
  • In MOTOR
  • 16. April 2021, 17:10 Uhr
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mid Groß-Gerau - Die 1997er-Version des Geländewagens Ford Maverick ist an der geänderten Frontpartie mit runden Scheinwerfern und dem neuen Kühlergrill zu erkennen. Archiv Motor-Informations-Dienst (mid)

Am 16. Dezember 1996 berichtete der Motor-Informations-Dienst (mid) im 41. Jahrgang über die 1997er Version des Offroaders Ford Maverick.


Am 16. Dezember 1996 berichtete der Motor-Informations-Dienst (mid) im 41. Jahrgang über die 1997er Version des Offroaders Ford Maverick.

An der geänderten Frontpartie mit runden Scheinwerfern und einem neuen Kühlergrill sowie breiteren Kotflügeln ist die 1997er-Version des Geländewagens Ford Maverick zu erkennen. Er fährt jetzt auf Reifen der Dimension 235/75 R 15. Eine Trittstufe im Heckstoßfänger erleichtert den Zugang zum Laderaum. Das wegen der hohen Anhängelast von 2,8 Tonnen vor allem auch von Reitern und Seglern geschätzte Gefährt kostet zwischen 38.430 DM für den Dreitürer mit dem bekannten 2,4-Liter-Benziner und 50.550 DM für den Fünftürer mit dem überarbeiteten Diesel in der GLS-Ausstattung.

Der 2,7-Liter-Selbstzünder wurde zum neuen Jahrgang um 25 PS stärker und leistet jetzt 92 kW/125 PS. Nach der neuen Verbrauchsmessung kommt er im Schnitt mit 10,1 (5-Türer: 10,5) Liter Sprit pro 100 Kilometer aus. Bei normalen Straßenverhältnissen wird der Antrieb allein auf die Hinterräder übertragen. Erste Fahreindrücke bestätigen die Antrittskraft des Aggregats, dem bei 2.000 U/min 278 Nm maximales Drehmoment zur Verfügung steht. In 15,7 Sekunden ist die Beschleunigung von null auf 100 km/h mit dem Dreitürer zu erledigen.

Der mit 4,67 Metern einen halben Meter längere und 130 Kilogramm schwerere Fünftürer braucht dafür eine Sekunde mehr. Als Höchstgeschwindigkeit gibt der Hersteller 160 km/h beziehungsweise 158 km/h an. Auf rutschiger Fahrbahn und im Gelände lässt sich der Antrieb bei Geschwindigkeiten unter 40 km/h auch während der Fahrt auf die beiden Achsen verteilen. Am steilen Berg helfen die Geländeuntersetzung und das selbstsperrende Hinterachsdifferenzial auch bei tiefem Schnee aus der Patsche.

Zur serienmäßigen Sicherheitsausstattung des Ford Maverick gehören jetzt ein Fahrer-Airbag und Gurtstraffer auf den Vordersitzen. Der Beifahrer muss allerdings immer noch ohne den Luftsack auskommen. Das allradtaugliche, elektronisch geregelte Vier-Kanal-ABS kostet 2.100 DM extra. Beim siebensitzigen Fünftürer lässt sich nunmehr die hintere Sitzbank zusammenlegen und herausnehmen. Der Transportraum ist so auf maximal 1.900 Liter erweiterbar.

In den ersten zehn Monaten 1996 wurden in Deutschland nur knapp 2.000 Ford Maverick neu zugelassen, rund halb soviel wie im gleichen Zeitraum 1995. Mit dem stärkeren Diesel und der verbesserten Ausstattung soll der Allradler im schwierigen Mittelklasse-Segment 1997 wieder nach vorne fahren.

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