Inflation

Inflation zieht weiter an - Anstieg im April um 2,0 Prozent

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Zapfpistole an einer Tankstelle Bild: AFP

Die Inflation in Deutschland hat im April weiter angezogen: Die Verbraucherpreise stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,0 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte und damit seine vorläufigen Angaben von Ende April betätigte.

Die Inflation in Deutschland hat im April weiter angezogen: Die Verbraucherpreise stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,0 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte und damit seine vorläufigen Angaben von Ende April betätigte. Damit erhöhte sich die Inflationsrate nach dem Ende der temporären Senkung der Mehrwertsteuersätze zum Jahreswechsel den bereits vierten Monat in Folge. Zuletzt hatte sie im April 2019 diesen Stand erreicht.

Besonders stark mit 7,9 Prozent legten die Preise für Energie zu. Hier wirkte sich nach Angaben des Bundesamtes neben der zu Jahresbeginn eingeführten CO2-Abgabe auch aus, dass die Preise für Energieprodukte vor einem Jahr deutlich gesunken waren; zu Beginn der Corona-Pandemie waren die Ölpreise massiv eingebrochen. Teurer binnen Jahresfrist wurden nun vor allem Kraftstoffe (plus 23,3 Prozent) und Heizöl (plus 21,1 Prozent), die Strompreise gingen dagegen leicht zurück (minus 0,2 Prozent). 

Die Preise für Nahrungsmittel legten im Vergleich zum April des vergangenen Jahres um 1,9 Prozent zu. Teurer waren unter anderem Süßwaren (plus 3,1 Prozent) sowie Molkereiprodukte und Butter (plus 2,5 Prozent). "Merklich teurer" wurden den Statistikern zufolge Pflanzen und Blumen - hier stiegen die Preise um 7,5 Prozent. Kaffeeprodukte (plus 5,1 Prozent) und Tabakwaren (plus 4,5 Prozent) legten beim Preis ebenfalls vergleichsweise kräftig zu. Deutlich günstiger hingegen waren Mobiltelefone - hier sanken die Preise um 8,3 Prozent.

Die Preise für Dienstleistungen lagen im April um 1,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die Nettokaltmieten, die einen großen Anteil an den privaten Konsumausgaben haben, verteuerten sich um 1,3 Prozent. Deutlich stiegen die Preise unter anderem für Leistungen beim Friseur und für die Körperpflege (plus 6,1 Prozent), günstiger waren dagegen zum Beispiel Telekommunikationsdienstleistungen (minus 1,0 Prozent). 

Im Vergleich zum März 2021 stieg der Verbraucherpreisindex um 0,7 Prozent. Erheblich mehr bezahlen mussten Verbraucherinnen und Verbraucher gegenüber dem Vormonat vor allem für frisches Gemüse, das sich um 9,0 Prozent verteuerte. Die Preise für Energieprodukte gingen hingegen sanken gegenüber dem Vormonat leicht - insbesondere leichtes Heizöl wurde billiger (minus 2,2 Prozent).

Im Januar hatten die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,0 Prozent zugelegt, im Februar um 1,3 Prozent und im März um 1,7 Prozent. Im Gesamtjahr 2020 war der Preisanstieg mit 0,5 Prozent noch so gering ausgefallen wie zuletzt in der Finanz- und Wirtschaftskrise und lag deutlich unter dem von Zentralbanken meist angepeilten Ziel von knapp unter zwei Prozent. Neben dem Ölpreisverfall auf dem Weltmarkt wirkte sich dabei auch die zeitweise Absenkung der Mehrwertsteuer in der zweiten Jahreshälfte auf die Verbraucherpreise aus.

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