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Tarifverhandlungen im Baugewerbe vertagt und weiterer Fahrplan vereinbart

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Baustelle Bild: AFP

Die Tarifvertragsparteien im Baugewerbe haben ihre Gespräche vertagt und sich auf einen Fahrplan für weitere Verhandlungen geeinigt. Das teilten die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) sowie die Vertreter der Arbeitgeber mit.

Die Tarifvertragsparteien im Baugewerbe haben ihre Gespräche vertagt und sich auf einen Fahrplan für weitere Verhandlungen geeinigt. Das teilten die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) sowie die Vertreter der Arbeitgeber, der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der Zentralverband Deutsches Baugewerbe, am Dienstagabend nach rund zehnstündigen Verhandlungen mit. Bis Ende September soll eine Einigung gefunden werden.

Die IG BAU fordert unter anderem 5,3 Prozent mehr Lohn für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie einen Ost-West-Angleich. Der vergangene Tarifvertrag war Ende Juni ausgelaufen. In der Baubranche sind rund 890.000 Menschen beschäftigt.

"Die Beschäftigten in der Baubranche haben gerade jetzt in der Pandemie-Phase gezeigt, was sie leisten können. Deswegen haben sie sich auch einen ordentlichen Tarifabschluss verdient," erklärten die Verhandlungsführer der IG BAU, der Bundesvorsitzende Robert Feiger und Vorstandsmitglied Carsten Burckhardt. Die IG BAU blicke optimistisch auf die Verhandlungen. Sollten sich die Arbeitgeber jedoch nicht genug auf die Gewerkschaft zubewegen, könne am Schluss "immer noch der Arbeitskampf stehen".

Laut Arbeitgebern und IG BAU wurde zudem Stillschweigen über die Zwischenergebnisse der Verhandlungen vereinbart. Die Vizepräsidentin des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie, Jutta Beeke, erklärte, sie sei zuversichtlich, in den kommenden Verhandlungen eine Einigung erzielen zu können.

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