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IG BAU ruft in Tarifkonflikt Schlichter an

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Baustelle in München Bild: AFP

Im Tarifkonflikt im Bauhauptgewerbe will die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) eine Schlichtung. Nach dem Scheitern der Verhandlungen vergangene Woche habe die Bundestarifkommission sich einstimmig dafür ausgesprochen.

Im Tarifkonflikt im Bauhauptgewerbe will die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) eine Schlichtung. Nach dem Scheitern der Verhandlungen vergangene Woche habe die Bundestarifkommission sich einstimmig dafür ausgesprochen, einen Schlichter anzurufen, teilte die Gewerkschaft am Montag mit. Es werde der Präsident des Bundessozialgerichts sein, Rainer Schlegel. 

"Die Schlichtung ist die letzte Chance", erklärte Gewerkschaftschef Robert Feiger. "Entweder die Arbeitgeber geben ihre Blockadehaltung auf oder es kommt zum bundesweiten Streik auf den Baustellen." Dann liege der Bau in Deutschland lahm - der Straßenbau genauso wie der öffentliche und private Gebäudebau. 

Die Verhandlungen waren am Mittwoch in fünfter Runde gescheitert. Knackpunkt im Tarifkonflikt der Gewerkschaft mit dem Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) und dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) ist nach Angaben der IG BAU die Entschädigung für Wegezeiten. "Insbesondere beim Ausgleich für die oft langen Anfahrten zu den Baustellen müssen die Arbeitgeber ein akzeptables Angebot auf den Tisch legen", erklärte der im Vorstand für das Bauhauptgewerbe zuständige Carsten Burckhardt. 

Die IG BAU fordert neben der Wegezeitentschädigung und dem Ost-West-Lohnangleich ein Einkommensplus von 5,3 Prozent. Der vorige Tarifvertrag war bereits Ende Juni ausgelaufen. In der Branche beschäftigt sind rund 890.000 Menschen. 

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