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Militärkoalition: Mehr als 260 Huthi-Rebellen binnen 72 Stunden im Jemen getötet

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Kämpfer der Regierung von Jemen Bild: AFP

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition im Jemen hat in den vergangenen drei Tagen laut eigenen Angaben mehr als 260 Huthi-Rebellen getötet. Die Rebellen versuchen seit Wochen, die strategisch wichtige Provinzhauptstadt Marib einzunehmen.

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition im Jemen hat in den vergangenen drei Tagen nach eigenen Angaben mehr als 260 Huthi-Rebellen getötet. In den vergangenen 72 Stunden seien bei Luftangriffen "36 Militärfahrzeuge zerstört" und "mehr als 264" Rebellenkämpfer bei Angriffen in der Nähe der strategisch wichtigen Stadt Marib getötet worden, erklärte die Militärallianz laut einem Bericht der staatlichen saudiarabischen Nachrichtenagentur SPA am Sonntag.

Das Militärbündnis hatte in der Region um Marib bereits in den vergangenen Wochen zahlreiche Luftangriffe geflogen und laut eigenen Angaben mehr als 1500 Huthi-Rebellen getötet. Die Zahlen sind von unabhängiger Seite allerdings kaum zu überprüfen. Die Huthi informieren nur selten über Opfer in ihren Reihen.

Die ölreiche Provinzhauptstadt ist die letzte Hochburg der von Saudi-Arabien unterstützten Regierung im Norden des Landes. Die Kämpfe um Marib haben die humanitäre Krise im Jemen weiter verschärft, die nach Einschätzung der UNO die schlimmste auf der Welt ist.

Im Jemen herrscht seit 2015 Krieg zwischen den von Saudi-Arabien und anderen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und den Huthi-Rebellen, die vom Iran unterstützt werden. Zehntausende Menschen wurden getötet, Millionen mussten flüchten.

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