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Polen senkt wegen hoher Inflation vorübergehend Mehrwertsteuer auf Gas und Strom

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Mateusz Morawiecki im November 2021 Bild: AFP

Die Regierung in Polen senkt wegen der hohen Inflation, getrieben vor allem von hohen Energiepreisen, vorübergehend bestimmte Mehrwertsteuersätze. Das kündigte Regierungschef Morawiecki an.

Die Regierung in Polen senkt wegen der hohen Inflation, getrieben vor allem von den Energiepreisen, vorübergehend bestimmte Mehrwertsteuersätze. "Heute stellen wir ein großes Steuersenkungsprogramm zur Abmilderung der Inflationsfolgen vor", sagte Regierungschef Mateusz Morawiecki am Donnerstag in Warschau. Das Programm trägt den Namen "Anti-Inflations-Schutzschild". 

Demnach sinkt die Mehrwertsteuer auf Gas von Januar bis März von 23 Prozent auf acht Prozent. Die Mehrwertsteuer auf Strom sinkt für Privathaushalte für diese Zeit von 23 Prozent auf fünf Prozent. Ab 20. Dezember wird die Kraftstoffsteuer für fünf Monate lang auf null Prozent gesenkt; vom 1. Januar bis Ende Mai entfällt zudem die Mehrwertsteuer auf Benzin und Diesel. 

Fünf Millionen Familien erhalten staatliche Hilfen in Höhe von 400 bis 1150 Zloty (86 bis 246 Euro), um den Anstieg der Nahrungsmittelpreise auszugleichen. Die Regierung beziffert die Kosten für ihr "Schutzschild"-Programm auf umgerechnet 2,14 Milliarden Euro.

In Polen lag die Inflationsrate im Oktober bei 6,8 Prozent - es war der höchste Wert seit rund 20 Jahren. Die polnische Währung fiel am Montag auf den tiefsten Kurs zum Euro seit zwölf Jahren. 

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