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US-Behörden prüfen geplanten Börsengang von Trumps Online-Netzwerk

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Donald Trump Bild: AFP

US-Behörden haben Untersuchungen zum geplanten Börsengang des Online-Netzwerks von Ex-Präsident Donald Trump eingeleitet. Trumps Partnerunternehmen DWAC erhielt Auskunftsanfragen der Börsenaufsicht SEC sowie der Finanzmarktaufsicht Finra.

Die zuständigen US-Behörden haben Untersuchungen zum geplanten Börsengang des Online-Netzwerks von Ex-Präsident Donald Trump eingeleitet. Wie am Montag bekannt wurde, erhielt Trumps Partnerunternehmen Digital World Acquisition Corp (DWAC) Auskunftsanfragen der Börsenaufsicht SEC sowie der Finanzmarktaufsicht Finra. Die SEC forderte demnach unter anderem Angaben zu Vorstandssitzungen und der Identität bestimmter Investoren, die Finra erfragte Informationen zu früheren Aktienaktivitäten der DWAC.

Trump hat für die Einrichtung seines eigenen Online-Netzwerks Truth Social die Firma Trump Media & Technology Group (TMTG) gegründet. Für den Gang an die Börse soll TMTG mit der DWAC fusionieren. Das Partnerunternehmen dient dabei als eine Art Vehikel: Es ist eine sogenannte Special Purpose Acquisition Company (Spac), gewissermaßen eine leere Hülle, die bereits an der Börse gehandelt wird.

Durch Fusion mit einem derartigen Unternehmen kann Trumps TMTG unter Umgehung zahlreicher Auflagen an die Wall Street gehen. Die Nutzung solcher Börsenvehikel ist in den USA durchaus üblich.

Am Wochenende hatten die beiden Unternehmen verkündet, finanzkräftige Investoren für Trumps geplantes Online-Netzwerk mit dem Namen Truth Social gefunden zu haben. Bislang ungenannte Geldgeber sollen demnach eine Milliarde Dollar (887 Millionen Euro) bereitstellen.

Trump war nach der Kapitol-Erstürmung vom 6. Januar von großen Online-Plattformen wie Facebook, Twitter und Youtube verbannt worden. Der 75-Jährige hat seine eigene Plattform als Gegenentwurf zur "Tyrannei" der großen Technologie-Konzerne angekündigt. Truth Social soll Anfang des kommenden Jahres an den Start gehen. Trump erfreut sich an der konservativen Basis nach wie vor großer Beliebtheit und liebäugelt mit einer erneuten Präsidentschaftskandidatur 2024.

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