Tonga

Tsunami-Warnungen für US-Westküste und Chile

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Rauchwolke über Tonga im Dezember Bild: AFP

Nach einem Vulkanausbruch und einem Tsunami im Inselstaat Tonga sind auch die Anwohner der Westküste der USA in Alarmbereitschaft. Für das Gebiet wurde am Samstag eine Tsunami-Warnung herausgegeben, nachdem die Insel Hawaii bereits von 'kleineren Überschwemmungen' betroffen war.

Nach einem Vulkanausbruch und einem Tsunami im Inselstaat Tonga ist am Samstag für die Westküste der USA eine Tsunami-Warnung herausgegeben worden. "Verlassen Sie Strände, Häfen und Jachthäfen", empfahl der US-Wetterdienst den Küstenbewohnern von Kalifornien bis Alaska. 

Die Meteorologen warnten vor bis zu 60 Zentimeter hohen Wellen, einer reißenden Strömung und Überschwemmungen an der Küste. Die Insel Hawaii war demnach bereits von "kleineren Überschwemmungen" betroffen. Auch Chile, Fidschi, Vanuatu, Neuseeland und Australien warnten ihre Bürger vor möglichen Tsunamis.

Zahlreiche Bewohner der Tonga-Inseln flohen indessen am Samstag in höher gelegene Gebiete. "Eine 1,2 Meter hohe Tsunami-Welle wurde in Nuku'alofa beobachtet", teilte der australische Wetterdienst mit. Wie örtliche Medien unter Berufung auf Anwohner berichteten, überschwemmte die Flutwelle zahlreiche Häuser in der Inselhauptstadt. 

"Der Boden hat gebebt, das ganze Haus wurde durchgeschüttelt. Es kam in Wellen. Mein jüngerer Bruder dachte, dass in unserer Nähe Bomben explodieren", sagte die Tongaerin Mere Taufa der Nachrichtenseite "Stuff". Wenige Minuten später sei Wasser in ihr Haus eingedrungen und sie habe beobachtet, wie die Mauer eines Nachbarhauses einstürzte.

Die Behördenvertreterin Victorina Kioa forderte die Menschen auf, "sich von allen gefährlichen Orten fernzuhalten, das heißt von Stränden, Riffen und allen flachen Küstenabschnitten". Der König des Inselstaats, Tupou VI., wurde Berichten zufolge von seinem Palast in Nuku'alofa in eine Villa fernab der Küste gebracht. 

Der Vulkan Hunga Tonga-Hunga Ha'apai liegt auf einer unbewohnten Insel, die etwa 65 Kilometer von Tongas Hauptstadt Nuku'alofa entfernt ist. Er war bereits am Freitag ausgebrochen, eine Tsunami-Warnung wurde kurz darauf wieder aufgehoben. Die Eruption am Samstag dauerte acht Minuten lang und war so stark, dass sie selbst auf den mehr als 800 Kilometer entfernten Fidschi-Inseln noch "wie ein weit entferntes Donnergrollen" zu hören war, wie Behördenvertreter aus Fidschi mitteilten.

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