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Gesundheitsminister wollen am 1. Juli Coronamaßnahmen für Herbst präsentieren

  • AFP
  • In POLITIK
  • 23. Juni 2022, 14:25 Uhr
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Karl Lauterbach Bild: AFP

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen am 1. Juli die Maßnahmen zur Coronapandemie für den kommenden Herbst vorstellen. Bis dahin soll ein Gutachten zur Wirksamkeit der Maßnahmen in der vergangenen Winterwelle vorliegen.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen am 1. Juli die Maßnahmen zur Corona-Pandemie für den kommenden Herbst vorstellen. Bis dahin liege ein Gutachten zur Wirksamkeit der Maßnahmen in der vergangenen Winterwelle vor, sagte die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Sachsen-Anhalts Ressortchefin Petra Grimm-Benne (SPD), am Donnerstag in Magdeburg. Auf Grundlage der Erkenntnisse sollten dann am Freitag kommender Woche in einer Sondergesundheitsministerkonferenz die Maßnahmen für die folgende Zeit vorgestellt werden.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) kündigte in diesem Zusammenhang Einschränkungen bei den Bürgertests an. "Ich muss darauf hinweisen, dass wir nicht mehr jeden Bürgertest machen." So wolle er anlasslose Coronatests einschränken. Außerdem sollten die Testcenter stärker kontrolliert werden.

Wie mit den Coronatests umgegangen werde, wolle er nach Abschluss von derzeit laufenden Gesprächen mit Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) zeitnah bekanntgeben, sagte Lauterbach. Am Rande der Gesundheitsministerkonferenz hatte sich Lauterbach für ein Ende kostenfreier Bürgertests ausgesprochen.

Im Deutschlandfunk sagte Lauterbach, die Tests sollten künftig auf die Bereiche konzentriert werden, "wo sie den größten Nutzen haben." Dies betreffe Menschen, die in Krankenhäuser gehen oder in Pflegeheime, Menschen mit dem Verdacht auf eine Infektion oder schon Krankheitssymptomen, aber auch "diejenigen, die zu großen Veranstaltungen gehen, wo sich viele infizieren können".

Zur Begründung für die Einschränkungen verwies Lauterbach auf die hohen Kosten für die Tests von zeitweise einer Milliarde Euro pro Monat. Lauterbach warnte vor einem "sehr schweren Herbst". Neben der Corona-Pandemie begründete er dies auch mit Finanzierungslücken in der Kranken- und Pflegeversicherung.

Bei der Coronapandemie erwarte er für den September die Verfügbarkeit neuen Impfstoffs, der an die neuen Varianten des Coronavirus angepasst ist. Außerdem forderte Lauterbach einen gezielteren Einsatz von Medikamenten für Coronainfizierte. Die Medikamente seien geeignet, die Sterblichkeit um 70 Prozent zu senken.

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