Unglücke

Gedenkfeier in Florida ein Jahr nach Einsturz von Apartmenthaus in Surfside

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Weinende Frauen bei der Gedenkfeier Bild: AFP

Ein Jahr nach dem Einsturz eines Wohnhochhauses im US-Bundesstaat Florida hat die Stadt Surfside der 98 Todesopfer gedacht. An der Gedenkfeier am Ort des Unglücks nahmen die First Lady der USA, Jill Biden, und Floridas Gouverneur Ron DeSantis teil.

Ein Jahr nach dem Einsturz eines Apartmenthauses im US-Bundesstaat Florida hat die Stadt Surfside der 98 Todesopfer gedacht. An der Gedenkfeier am Ort des Unglücks nahmen am Freitag US-First Lady Jill Biden und Floridas Gouverneur Ron DeSantis teil. Hinterbliebene der Opfer erinnerten an ihre verstorbenen Angehörigen.

"Ich weiß, was es bedeutet, einen tiefen Verlust zu erleiden", sagte Kevin Spiegel, dessen 65-jährige Frau Judy bei dem Unglück ums Leben gekommen war. "Ein Jahr später hat die Zeit mein gebrochenes Herz nicht geheilt. Wie Sie alle habe ich diese extreme Leere in mir."

Raquel Oliveira erinnerte an ihren Ehemann Alfredo Leone und ihren fünfjährigen Sohn Lorenzo. "Vor genau 365 Tagen ist mein Haus in sich zusammengebrochen. Es hat zwei Wochen gedauert, bis meine Familie gefunden wurde", sagte Oliveira. "Wir brauchen Antworten. Wir brauchen Gerechtigkeit. Wir brauchen etwas, das ich hasse: das Wort Geduld."

Das zwölfstöckige Wohngebäude Champlain Towers South im nördlich von Miami Beach gelegenen Surfside war in der Nacht zum 24. Juni 2021 teilweise eingestürzt. 98 Menschen kamen bei der Katastrophe ums Leben. Die genaue Unglücksursache ist nach wie vor unbekannt. Ein Gutachten hatte bereits 2018 "große strukturelle Schäden" an dem 1981 fertiggestellten Gebäude festgestellt.

Am Donnerstag hatte ein Richter einem Vergleich zugestimmt, der Entschädigungszahlungen von mehr als einer Milliarde Dollar (rund 950 Millionen Euro) für Überlebende und Hinterbliebene vorsieht.

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